Baskets gewinnen glanzlos gegen den Tabellenletzten Paderborn

Telekom Baskets Bonn - Paderborn Baskets 84 : 78

Entsprechend motiviert starteten die Westfalen in die Begegnung und erzielten durch F. Standel die ersten beiden Zähler des Spiels. Bonn konterte durch vier schnelle Punkte von Jan Hebestreit und übernahm nach zwei Minuten erstmals die Führung. Allerdings lief der Ball bei den Bonnern nicht wie gewohnt schnell durch die Hände aller, sondern die Gastgeber erzielten ihre Punkte aus Einzelaktionen. Auch einige schnelle Wechsel brachten keine Wirkung und so sah sich Bonns Coach Nico Schröder gezwungen nach acht Minuten beim Stand von 13:13 eine Auszeit zu nehmen um sein Team aufzuwecken. Der Übungsleiter forderte ein besseres Teamspiel ein, die freien Mitspieler müssen gesucht und auch gefunden werden. Die Mannschaft verstand die Anweisungen und setzte auf ihr bekanntes, schnelles Passspiel. Die Gäste wussten sich in dieser Phase oft nur durch Fouls zu helfen, was die Hausherren aber nicht nutzen konnten.
Mit einem 17:20 Rückstand startete das zweite Viertel. Doch auch nach der Pause stockte der Basketsmotor im Angriff und trotz längenmäßiger Überlegenheit schaffte man es nicht den Rebound zu kontrollieren. Immer wieder konnten sich die Gäste zweite Chancen erarbeiten und mit Würfen aus der Mittel- und Halbdistanz zum Erfolg kommen. Bonn hingegen scheiterte oft an selbst einfachen Wurfversuchen, die den Weg nicht in den Korb der Westfalen fanden. So hieß es neun Sekunden vor dem Ende der ersten Halbzeit 39:45 für die Gäste. Bonns Coach nahm seine zweite Auszeit und zeichnete ein „Alley-Hoop-Play“ auf das Board. Dieser Spielzug von Tom Schneider auf Jan Hebestreit überraschte die Paderborner so sehr, dass diese den Werfer foulten und zusätzlich auch noch an die Freiwurflinie schickten. Einen Offensivrebound und einen Korbleger später hieß es nur noch 43:45 für Paderborn und die Pausensirene schickte beide Teams zum Durchatmen in die Kabine.
Nach der Pause agierten die Baskets nun deutlich effektiver. Martin Heredia Salis markierte nach zwei Minuten mit seinem Treffer zum 49:47 die erneute Bonner Führung. Diese sollten die Hausherren dann auch bis zum Spielende nicht mehr abgeben. Endlich lief der Ball wieder schnell durch die Hände der Hausherren, was zu einem bunten Mix aus Abschlüssen nah am Korb und Würfen aus der Distanz führte. Cedrick Bassen und Norman Wiedlich stellten mit zwei erfolgreichen Dreipunktewürfen den 67:63 Zwischenstand zum Ende des dritten Spielabschnittes her. Letzterer machte sein bisher bestes Spiel im Basketsdress der U16. Neben seinen 13 Zählern im Angriff überzeugte er auch auf der anderen Seite des Spielfeldes. Dort konnte er vier Steals und zwei geblockte Würfe auf seiner Habenseite verbuchen.
Auch im finalen Viertel drückten die Baskets weiter aufs Gaspedal. So war es der aus der U14 kommende Noah Völzgen, in dieser Begegnung erstmals bei den „Großen“ im Einsatz, der mit seinem Treffer zum 76:65 den Vorsprung auf einen zweistelligen Wert anhob. Kurz vor Ende der Partie bediente Jan Paul Lennard Joest, der den letzten Korb der Baskets zum 84:78 Heimerfolg erzielte. Ein Spiel in dem am Ende nicht mehr und nicht weniger als ein glanzloser Sieg steht. Am kommenden Wochenende muss man sich beim Tabellenfünften den Rheinstars Köln deutlich steigern, will man den derzeitigen dritten Tabellenplatz halten.
Beste Werfer:  Jan Hebstreit 23 Punkte, Tom Schneider 18 Punkte und Norman Wiedlich 13 Punkte.