Duell der Arbeitskollegen

U16.1 trifft auswärts auf die RheinStars aus Köln

Unter der Woche Kollegen - am Sonntag Rivalen: Deniz Dogan (l.) und Olaf Stolz (r.).

Tagsüber sitzen sie im selben Büro und arbeiten zusammen in der Geschäftsstelle der Telekom Baskets Bonn. Doch am Wochenende werden sie sich als Kontrahenten an der Seitenlinie gegenüber stehen: U16-Trainer Olaf Stolz und Baskets-Praktikant Deniz Dogan. Auch in der Tabelle sind Stolz und Dogan nicht weit voneinander entfernt. Während Stolz mit seiner Mannschaft derzeit auf Platz sechs der NRW-Liga liegt, folgt ihm Dogan als Trainer der RheinStars Köln U16.1 dicht gefolgt auf dem siebten Tabellenplatz – was dem Aufeinandertreffen eine zusätzliche Brisanz verleiht.  Trotz der besonderen Rahmenbedingungen weicht Baskets-Coach Stolz nicht von seinem Ziel ab: „Für mich ist es in erster Linie wichtig, dass wir unsere Jungs spielen lassen und sie somit in ihrer Entwicklung voranbringen.“ Die Baskets werden ohne ihre JBBL-Spieler antreten, da die Mannschaft von Dominik Seger zur gleichen Zeit am Menzenberg in Rhöndorf gegen Frankfurt antreten muss. Trotz des jüngsten Erfolges, Bonn gewann am Wochenende mit 70:47 gegen Boele-Kabel, möchte der frühere Bundesliga-Trainer (Paderborn 09/10) eine Leistungssteigerung sehen: „Wir haben nicht über die vollen 40 Minuten überzeugen können. Wir tendieren dazu, uns an das Niveau des Gegners anzupassen, daran müssen wir arbeiten. Köln ist traditionell sehr aggressiv in der Verteidigung und in ihrer Halle ist es immer sehr unangenehm zu spielen.“ „Es macht mir natürlich immer großen Spaß, gegen jemanden zu spielen, den ich kenne. Jedoch ist das vergessen, sobald der Ball in der Luft ist und das Spiel begonnen hat“, sagt Olaf Stolz über das Spiel gegen seinen Arbeitskollegen. Auch Dogan freut sich auf die Begegnung: "Das ist für mich auf jeden Fall das Highlight der Saison - darauf freue ich mich schon die ganze Zeit! Olaf ist ein sehr guter Coach, aber dennoch will ich das Spiel gewinnen." Abseits seiner Praktikanten- und Trainer-Tätigkeiten studiert der 23-Jährige Sportmanagement an der deutschen Sporthochschule Köln. Ob er bei einem Sieg Angst um seinen Praktikumsplatz habe verneint der gebürtige Würzburger mit einem Lachen.  „Wenn unser Team komplett ist, sind wir der Favorit. Ich glaube, wir sind erfahrener, da Bonn noch sehr jung ist. Jedoch ist noch nicht ganz klar, wer bei uns spielen wird." Aus diesem Grund erwarte er auch ein enges Spiel, das vor allem durch den kämpferischen Einsatz entschieden werden wird. Spielbeginn in der Sporthalle des Apostelgymnasiums ist um 14:00 Uhr.