NBBL: Auf der Zielgeraden in Richtung Playoffs

Sonntag, 1.3.2015, 14:00 Uhr: Team Bonn/Rhöndorf – finke baskets Paderborn

(Foto: Jörn Wolter)

Auf der Zielgeraden in Richtung Playoffs, die in der NBBL die vier Bestplatzierten aus jeder Division bestreiten, gewannen die U19-Spieler von Headcoach Olaf Stolz fünf ihrer letzten sieben Spiele - trotz reihenweise krankheits- sowie verletzungsbedingter Ausfälle. Nun wartet auf die Rheinländer ein letztes Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten aus Ostwestfalen (Sonntag, 1. März, 14 Uhr im Ausbildungszentrum).

Im Kader des NBBL-Teams der finke baskets Paderborn finden sich in dieser Saison die Spieler, die bereits 2012 die JBBL-Meisterschaft feiern konnten. Drei ihrer Leistungsträger spielen zudem regelmäßig in der ersten Herrenmannschaft, die in der Pro A aufläuft. „Das Team ist daher vielleicht nicht so eingespielt, verfügt aber trotzdem über eine sehr, sehr hohe Qualität. Paderborn ist tief aufgestellt“, so Coach Stolz. Und Paderborn hat Erfahrung im Kampf um die Playoffs. Nach dem Team Urspring, dem TSV Tröster Breitengüßbach und ALBA Berlin stand kein anderes Team häufiger im NBBL TOP4. Topscorer Till Pape kommt im Schnitt auf ein bärenstarkes „Double-Double“ (21,8 PpS, 11,1 RpS). In der Hinrunde unterlag das Team Bonn/Rhöndorf auswärts in Paderborn knapp mit 81:86.

Nach einer anhaltenden Siegesserie, die den jungen Rheinländern Selbstvertrauen geschenkt hatte, musste Bonn/Rhöndorf am letzten Spieltag in der Partie gegen den Tabellenprimus Phoenix Hagen Juniors eine 68:94-Niederlage hinnehmen. Das Team konnte jedoch auch nur mit acht spielfähigen Jungspunden antreten, da der Rest der Mannschaft verletzt aussetzen oder wegen Krankheit passen musste. Vor dem fast unvermeidbaren Misserfolg gegen Hagen spielten sich die Rheinländer mit vier Siegen in Folge in die Playoffränge und schufen sich damit die aktuelle, positive Ausgangslage. Das Derby gegen die RheinStars Köln gewannen sie vor Heimpublikum mit deutlichem Abstand (88:62). Auswärts bezwang Bonn/Rhöndorf die Eisbären Bremerhaven (88:74) sowie einen der direkten Konkurrenten um die Playoffplätze, die Young Dragons, knapp mit 66:63. Bonner Topscorer Kostja Mushidi kratzt derzeit an der Marke von durchschnittlich 20 Punkten und sieben Rebounds pro Spiel und Alexander Angerer legt mit 12,5 Punkten und 11,9 Rebounds in gleich zwei Kategorien zweistellige Werte auf.

Bonn/Rhöndorf braucht nach der Krankheitswelle nun jeden verfügbaren Mann auf dem Feld, um in der dichtgedrängten Division Nordwest mithalten zu können, denn die Teilnahme an den Playoffs ist noch nicht in trockenen Tüchern. Die Stolz-Schützlinge stehen aktuell punktgleich mit Paderborn (2. Tabellenplatz), der Baskets Akademie Weser Ems (3.) und den Young Dragons (5.) auf dem vierten Tabellenplatz. Jedes Team hat sieben Siege und sechs Niederlagen zu verbuchen. Gewinnt Bonn/Rhöndorf am Sonntag gegen Paderborn, steht die Spielgemeinschaft sicher in den Playoffs. Sollten die Rheinländer verlieren, müssen sie darauf hoffen, dass der TSV Bayer 04 Leverkusen in Quakenbrück gegen die Young Dragons gewinnt. In diesem Falle würden sich Bonn/Rhöndorf, Quakenbrück und Leverkusen in einem Dreiervergleich gegenüber, aus welchem die Truppe von Coach Stolz als Tabellenvierter herausginge. Sollte Quakenbrück allerdings gewinnen und Bonn/Rhöndorf den finke baskets unterliegen, würde auch das Ergebnis der Partie zwischen der Baskets Akademie Weser Ems und den RheinStars Köln nichts mehr an Bonn/Rhöndorfs Verpassen der Playoffs ändern. Trainer Olaf Stolz gibt sich betont kampfbewusst: „Wir gehen in jedes Spiel, um zu gewinnen, denn nur dann kann man den Verlauf auch positiv gestalten. Wir wollen ohne die Hilfe anderer Teams unsere Teilnahme an den Playoffs sichern.“

Im Spielmodus 2014/15 der NBBL muss der Nordwesten in den Playoffs zunächst gegen den Nordosten antreten. Dort würden nach jetzigem Stand ALBA Berlin auf die Rheinländer warten. Der Wettkampf um die ersten vier Plätze der Tabelle Nordost handeln die beiden Hamburger (Sharks und Piraten) sowie drei Berliner Mannschaften derzeit unter sich aus. Die Teilnahme an der Postseason würde für das Team Bonn/Rhöndorf demnach voraussichtlich einen Ausflug in die Großstadt bedeuten. Kein schlechter Anreiz auf dem Weg ins Ziel.