NBBL: Das Spiel aus der Hand gegeben

Team Bonn/Rhöndorf - RheinStars Köln 66:76

(Foto: Jörn Wolter)

Nach einem eng umkämpften ersten Viertel, in dem auf beiden Seiten das Tempo und die Intensität hoch waren, ging es nicht minder spannend im zweiten Viertel weiter. Mit einer Zonen-Verteidigung versuchten die RheinStars Köln den Gastgebern den Zahn zu ziehen, was auch im ersten Moment zu funktionieren schien. Trotz guter Ballbewegung verfehlten Bonn/Rhöndorfs Distanzschützen ihr Ziel (21:24, 12. Minute). Danach orientierten sich die Hausherren jedoch vermehrt zum Brett, rissen Löcher in die Verteidigung und spielten abschließend den klugen Pass auf den freien Mitspieler. Besonders Jona Thiel profitierte davon, punktete wiederholt unter dem Korb und brachte sein Team so die Führung zurück (30:28, 16. Minute). Auch in der Defense stand die Mannschaft von Trainer Christian Mehrens solide und erlaubte im zweiten Spielabschnitt nur zehn Kölner Punkte. So ging es mit einer verdienten 39:32-Führung in die Halbzeitpause. Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte die Bonn-Rhöndorfer Kombination ihre beste Phase. Durch mehrere Stopps in der Verteidigung und vielen erzwungenen Ballverlusten ging sie erstmals mit elf Punkten in Führung (45:34, 23. Minute). Besonders die Guards Jonas Falkenstein und Marc Klesper kamen mit ihren Drives immer wieder zu leichten Korblegern. Köln nahm eine Auszeit und kam deutlich aggressiver zurück in die Partie. Mit einer Ganzfeldpresse störten sie den offensiven Rhythmus von Bonn/Rhöndorf und schlossen so mit einem 10:0-Lauf wieder auf (45:44, 26. Minute), ehe TBR eine knappe 55:52-Führung mit ins Schlussviertel nehmen konnten. Dort erzielte Bonn/Rhöndorf zwar den ersten Treffer zum 57:52 (31. Minute), doch die RheinStars brachten eine höhere Intensität aufs Parkett und lagen in der 33. Minute mit 57:58 in Front. Von nun an war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen, in dem es zumeist die Domstädter waren, die zuerst punkteten. So glich Robin Dahl zum 60:60 aus, ehe die RheinStars aus der Distanz auf 60:63 erhöhten. Erneut war es Dahl, der nach einem Ballgewinn den 62:63-Anschlusstreffer erzielte – doch wieder trafen die Gäste von der Dreierlinie (62:66, 38. Minute). In dieser Phase machten sich die Hausherren das Leben jedoch selbst schwer, da sie wiederholt, nach guter Defensivarbeit, den Ball durch Turnovers wieder hergaben. So leistete sich Jona Thiel, der eben noch per Korbleger zum 66:68 aufschloss, einen unnötigen Passfehler, der von Köln direkt per Fastbreak bestraft wurde (66:70, 40. Minute). Als die Gäste 47 Sekunden vor Schluss mit einem And-1 auf 66:73 erhöhten, war das Spiel entschieden. Die anschließenden taktischen Fouls brachten Köln nicht aus dem Konzept – sicher wurden die fälligen Freiwürfe verwandelt.    Mit der Niederlage rutscht Bonn/Rhöndorf in der Hauptrundengruppe 2 auf den siebten Platz ab und verpasst somit, den Anschluss an die vier Playoffplätze zu wahren.  Stimmen zum Spiel "Wir hatten gerade in der entscheidenden Phase zu viele Ballverluste. Zusätzlich haben wir aber auch unsere Chance am Brett nicht genutzt und zu viele einfache Punkte nicht gemacht. Da haben wir eher auf das Foul gewartet anstatt uns auf den Korbleger zu konzentrieren. Dadurch haben wir Köln im Spiel gehalten. Wir hatten in diesem Spiel einige schöne Sequenzen, waren aber im Vergleich zum letzten Spiel gegen Hagen nicht dazu in der Lage, dies über 40 Minuten aufrecht zu halten." Punkteverteilung >> ausführliches Scouting