U16.1 NRW-Liga: Schneider und Co. mit einem Heimsieg zum Rückrundenauftakt.

Telekom Baskets Bonn - TSV Bayer 04 Leverkusen 67 : 63

Die Gäste eröffneten in der zweiten Spielminute das Scoreboard und gingen mit 2:0 in Führung, aber Jan Hebestreit legte nach und glich für die Baskets aus. Nach vier gespielten Minuten versenkte Linus Eckmann seinen einzigen Feldkorb zur 6:4 Führung. Leverkusen hatte aus der Begegnung vor zwei Wochen einiges mitgenommen und schaffte es über das gesamte Spiel hinweg, die Bonner Innenspieler am Punkten zu hindern. Per Dreier setzten sich die Gäste dann beim Stand von 7:6 zum letzten Mal in Front, denn von nun an übernahmen die Baskets die Führung und sollten sie bis zum Spielende nicht wieder hergeben. Zwischen der siebten und zehnten Spielminute gelang den Leverkusenern kein einziger Korb mehr. Mit viel Laufarbeit schaffte es Bonn in dieser Phase immer wieder die Gäste zu schwierigen Würfen aus der Mitteldistanz zu zwingen. Zwar konnten sich die Hausherren den Rebound sichern, leisteten sich dann aber viele Ballverluste durch schwache Anspiele. Erst in den letzten beiden Spielminuten zogen die beiden Flügelspieler Martin Heredia Salis und Jan Hebestreit beherzt zum Brett und konnten nur durch Fouls gestoppt werden. Was für sie sechs Versuche in den letzten beiden Spielminuten an die Freiwurflinie brachte. Leider ließ man hier vier Punkte liegen und musste sich mit einer 12:10 Pausenführung verabschieden. Im zweiten Viertel lief es dann für den Angriff der Bonner besser. Zum ersten Mal in dieser Saison kam mit Rayn Ben Archour ein Spieler des 2002’er Jahrgangs zum Einsatz. Der quirlige Guard brauchte einige Minuten um sich an die Intensität der älteren zu gewöhnen. Sollte aber im Laufe der Partie noch zu einem Schlüsselspieler werden. Bei Bonn lief der Ball jetzt schnell durch die eigenen Reihen und man fand immer wieder den frei stehenden Mitspieler. Nur was im Training so einfach ist, schien heute so schwer. Anstatt die offenen Würfe zu nehmen wurden diese verweigert und stattdessen zog man gegen die unter dem Korb wartenden Leverkusener, was für einige verpasste Gelegenheiten sorgte. Zusätzliche Sorgen machte dem Coach Jan Hebestreit der angeschlagen auf der Bank platz nehmen musste. Per Dreier stellte dann Lennard Joest die 36:25 Halbzeitführung her. Dreh-, und Angelpunkt im Spiel der Hausherren war wie so oft der Kapitän Tom Schneider. Ihn konnten die Gäste zu keinem Zeitpunkt stoppen, mussten sie aber auch nicht, denn der Guard nahm sich selbst aus dem Spiel. Bereits in der dritten Minute der zweiten Halbzeit kassierte er sein viertes Foul und musste zunächst von der Bank aus sein Team unterstützen. Lediglich 4 Punkte gelangen den Bundesstädtern in den ersten fünf Spielminuten nach der Pause und sie hatten es ihrer sehr guten Teamverteidigung zu verdanken, dass sie immer noch mit 40:36 in Front lagen. Bonns Coach Nico Schröder brachte seinen Kapitän zurück und mit ihm kehrte auch die Leichtigkeit im Abschluss ins Team zurück. Hatten die Baskets in Halbzeit eins noch einige offene Würfe verweigert, feuerten sie nun aus allen Rohren. 15 Punkte legten sie bis zum Ende des dritten Spielabschnitts nach und Cedrick Bassen stellte den 55:47 Zwischenstand her. War es bis hierhin ein schwaches Offensivspiel sollten die verbleibenden Spielminuten eine „Defensivschlacht“ werden. Tom Schneider musste sieben Minuten vor dem Ende der Partie mit seinem fünften Foul runter und die „Kleinen“ Joest und Ben Archour übernahmen das Zepter. Beide Guards wechselten sich von nun an im Ballvortrag ab und spielten die Angriffe abklärt herunter. Nur hatte jemand einen Deckel auf den Korb gelegt und so wollte der Ball einfach nicht mehr durch das Netz fallen. Bis 90 Sekunden vor dem Ende der Partie gelangen den Hausherren so lediglich drei Treffer. Leverkusen versenkte seinen dritten Dreier der Begegnung zum 61:57. Es sollte eine Schlussphase werden, die keinen auf seinem Sitz hielt. Rayn schnappte sich nun in zwei Angriffen in Folge den Ball und zog mit allem was er hat zum Korb. Mit seinen Punkten 12,13,14 und 15 sorgte er für so etwas wie eine kleine Vorentscheidung, denn die Baskets führten in der Schlussminute mit 65:58. Leverkusen suchte sein heil nun in Würfen von der Dreipunktelinie. Traf aber nur noch einen und so sorgte Martin Heredia Salis mit seinem Treffer für den 67:63 Endstand. Ein gelungener Einstand für das Team in die Rückrunde. In der kommenden Woche geht es nach Essen, eines der Teams gegen das man in der Hinrunde nicht gewinnen konnte. Beste Werfer: Tom Schneider, Jan Hebestreit und Rayn Ben Archour mit jeweils 15 Punkten.