Vorgestellt - Marko Zarkovic

Kurzinterview mit hauptamtlichem Jugendtrainer

Marko Zarkovic. (Foto: Mäß)

Marko, du kamst letztes Jahr im September nach Bonn. Im ersten dreiviertel Jahr konntest du allerdings nur eine Woche lang mit deinen Mannschaften in der Halle trainieren. Wie schwierig war es da, sich in dem neuen Job zurechtzufinden? Es war für alle schwierig, mit dieser neuen Situation umzugehen. Direkt nach der Ankunft war es für mich also erstmal schwierig herauszufinden, was ich am sinnvollsten tun kann. Im Verein waren aber alle Kollegen sehr hilfreich, was mir die Anpassung an den Job einfacher gemacht hat. Wegen des Lockdowns war es außerhalb des Jobs schwieriger, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Warst du trotzdem mal in Bonn und Umgebung unterwegs, um dir deine neue Heimat außerhalb der Halle anzuschauen? Mit meiner Familie waren wir ab und zu im Stadtzentrum, am Rhein oder in der Rheinaue. Auch Ausflüge nach Köln haben wir gemacht. Da aber alles geschlossen war, konnte man nicht viel mehr unternehmen. Bei gutem Wetter haben wir uns gerne ein wenig die Natur in und um Bonn angeschaut. Und was ist dein bisheriger Lieblingsort in Bonn? Die Rheinaue. Ich mag die Natur und Wasser. Dort macht es mir Spaß, einen Spaziergang zu machen und Zeit mit meinen Kindern zu verbringen. Eigentlich solltest du letztes Jahr die U18.1 und U16.1 trainieren. Dieses Jahr trainierst du neben der U18.1 aber nicht die U16, sondern unsere 2. Herren. Was liegt dir mehr, Jugendtrainer oder Herrentrainer? Wenn Spieler älter als 16 Jahre sind, wird das Training und das Coaching eigentlich ziemlich gleich. Ob die Spieler auf den Herrenbereich vorbereitet werden oder ob sie schon Herren-Spieler sind, macht keinen großen Unterschied. Die Prinzipien sind hierbei dieselben. Es ist ein großer Unterschied, wenn man zum Beispiel den Mini-Bereich mit älteren Jugendspielern oder den Senioren vergleicht. Doch die Arbeit mit meinen beiden Teams ist sehr ähnlich. Ich habe fast während meiner gesamten Trainer-Karriere mit Senioren-Teams oder mit älteren Jugendmannschaften, die vor dem Übergang in den Herrenbereich standen, gearbeitet. Also passt diese Aufgabe für dich gut? Ja, das ist der Bereich, an den ich gewöhnt bin und in dem ich gerne arbeite. Was sind deine Ziele mit deinen Mannschaften? Als Ziel kann definitiv festgelegt werden, dass von mir trainierte Mannschaften immer bis zum Ende kämpfen und meine Spieler mit der entsprechenden Einstellung jedes Spiel bestreiten. Das Wichtigste ist, dass in jeder Partie alles gegeben wird. Wenn wir mit vollem Einsatz spielen, werden die Ergebnisse folgen. Natürlich ist auch die individuelle Entwicklung der Spieler ein Ziel, sodass ein kontinuierlicher Fortschritt erreicht wird und alle im Team auch für die Zukunft bestens gerüstet sind. Welche Art von Basketball möchtest du spielen lassen? Die generelle Idee ist es, uns selbst an und über unser Limit zu bringen, wenn es um den Einsatz und Kampf geht. Und dann unser Limit zu erhöhen. Ich glaube daran, dass man nur ein gutes Team sein kann, wenn man zu jeder Zeit 100 Prozent gibt. Für 40 Minuten in jeder Partie bereit zu sein und mit der richtigen Einstellung zu spielen, ist für mich immer wichtiger als jegliche taktische Anweisung. Aleksandar Nadjfeji ist dein Cousin. Seid ihr viel im Austausch über Bonn, den Verein oder auch über frühere Zeiten bei den Baskets? Wir haben ein sehr gutes Verhältnis und sprechen oft miteinander. Da wir beide als Basketball-Trainer arbeiten, sprechen wir darüber besonders viel. Aleksandar ist als Co-Trainer in Schwenningen in der ProA aktiv. Da er einige Jahre in Bonn gespielt hat, weiß er, wie der Club aufgebaut ist und wie die Stadt aussieht. Schon bevor ich zu den Baskets kam, hat er mir einige Tipps gegeben. Ich fühle, wie respektiert er in Bonn ist und das ist toll. Er ist eine große Hilfe für mich.