Team 1999/2000

Vordere Reihe (v.l.) Götz Rohdewald, Benedikt Läufer, Rodrigo PastoreMittlere Reihe (v.l.) Assistant Coach Predrag Krunic, Derrick Phelps, Drazan Tomic, Hurl Beechum, Branko Klepac, Teambetreuer Sebastian AndreHintere Reihe (v.l.) Sportmanager Arvid Kramer, Ivo Josipovic, Detlef Musch, Gunther Behnke, Oliver Braun, Headcoach Bruno Socé

Saison 1999/2000

Europarekord in der „Mutter aller Spiele“

Am 7. April 2000 kam es in der Kölnarena zu einem denkwürdigen Ereignis und dies in mehrfacher Hinsicht: Zum einen schafften es die Telekom Baskets tatsächlich, mit 18.506 Zuschauern im Bundesligaspiel einen Europarekord aufzustellen, zum anderen konnte bewiesen werden, dass Basketball in Deutschland tatsächlich ein „schlafender Riese“ ist. Dass die Baskets das Spitzenspiel gegen den Deutschen Meister ALBA Berlin mit 64:72 verloren, dämpfte den äußerst positiven Eindruck dieses Events bei Zuschauern und Medien nur wenig. Tatsächlich habe jedoch damals niemand an einen Europarekord gedacht: „Das war ein Nebeneffekt“, erinnert sich Wolfgang Wiedlich. Der Baskets-Präsident hatte damals andere Ziele: Der Club wollte das Bonner Rathaus für den Bau einer neuen, größeren Basketball-Halle wachrütteln. Denn nach der euphorischen „Vom-Virus-zum-Vize“-Saison 1998/1999 war ein solches Projekt zwar in aller Munde, blieb aber ein Papiertiger, über das Lokaljournalisten gerne und viel schrieben.

Mit dem „Kölnarena-Experiment“ machten die Baskets eine Erfahrung, „die zwar schmerzhaft war, aber uns in den nächsten Hallen-Projektjahren leitete“. Die Erfahrung: „Wir gingen damals mit weniger Geld nach Hause als nach einem Ausverkauft-Spiel in der fünfmal kleineren Hardtberghalle mit Schankrecht. Das wollte mir damals kein Reporter glauben“, so Wiedlich. Eine klare Erkenntnis zogen Wiedlich und Co. nach dem Kölnarena-Spiel: „Wir wollen mit dem Hallenprojekt nicht in den Fängen eines Hallenbetreibers landen.“ Konsequenz: selber bauen und investieren. Erst neun Jahre nach dem Kölnarena-Spiel wurde der Indoor-Baskets-Zuschauerrekord in Belgrad mit 22.567 Fans (Partizan Belgrad vs. Panathinaikos Athen) überboten.

Die Bundesliga-Saison 1999/2000 schloss Bonn punktgleich mit Bayer Leverkusen und den Frankfurt Skyliners ab. Aufgrund des direkten Vergleichs landeten die Telekom Baskets mit 18 Siegen und acht Niederlagen jedoch hinter den beiden genannten Teams auf dem vierten Platz.

Im Playoff-Viertelfinale trafen die Baskets auf Trier, das erst nach fünf dramatischen Spielen mit 3:2 niedergerungen werden konnte. Im alles entscheidenden fünften Spiel war es Ivo Josipovic (28 Punkte, 9 Rebounds), der die Rheinländer fast im Alleingang ins Halbfinale beförderte (84:82). Dort endete die Saison nach drei knappen Niederlagen gegen ALBA Berlin.

In ihrer zweiten Spielzeit im internationalen Saporta Cup meisterte die Mannschaft von Trainer Socé erfolgreich die Vorrunde. Mit dem vierten Platz in der anschließenden Gruppenphase sicherten sich die Baskets in der Folge den Einzug in die Playoffs, was als Grundstein für den guten Ruf Bonns in Europa angesehen werden durfte. Dort war allerdings nach zwei Spielen gegen das italienische Powerhouse Kinder Virtus Bologna die Europapokal-Reise zu Ende.


Bilanz

In allen Wettbewerben zusammengerechnet gingen die Telekom Baskets Bonn in der Saison 1999/2000 in 26 von 47 Ansetzungen als Sieger vom Parkett (BBL: 21, Saporta Cup: 5).
 

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Der Kader der Telekom Baskets Bonn

Nr. Name Position Größe Gewicht Geb. Nat.
- Bruno Socé Headcoach - - 1946 CRO
4 Ivo Josipovic F/C 204 - 06.02.1975 CRO
5 Derrick Phelps G 192 - 31.07.1972 USA
6 Hurl Beechum F 195 - 02.05.1973 GER
8 Rodrigo Pastore G 189 - 16.09.1972 ARG/ITA
9 Götz Rohdewald F 195 - 01.07.1975 GER
10 Drazan Tomic F/G 197 - 27.10.1974 GER
12 Detlef Musch C 212 - 28.03.1970 GER
13 Gunther Behnke C 221 - 19.01.1977 GER
14 Branko Klepac F/C 206 97 14.09.1979 GER
15 Oliver Braun C 208 - 19.03.1973 GER

Abschlusstabelle Hauptrunde

Platz Team G S N PKT Diff. Körbe
1 ALBA Berlin 26 24 2 2338:1848 490 48:4
2. Bayer Leverkusen 26 18 8 2196:2063 133 36:16
3. Frankfurt Skyliners 26 18 8 1990:1868 122 36:16
4. Telekom Baskets Bonn 26 18 8 2041:1887 154 36:16
5. HerzogTel Trier 26 16 10 2294:2208 86 32:20
6. SSV hagebau Weißenfels 26 15 11 2051:2021 30 30:22
7. MTV Gießen 26 15 11 2026:2014 12 30:22
8. SG Braunschweig 26 10 16 2254:2296 -42 20:32
9. Brandt Hagen 26 10 16 2065:2161 -96 20:32
10. TSK Bamberg 26 9 17 1902:2058 -156 18:34
11. BCJ Hamburg 26 9 17 2172:2270 -98 18:34
12. DJK Würzburg 26 8 18 2229:2258 -29 16:36
13. SSV ratiopharm Ulm 26 8 18 1855:2157 -302 16:36
14. TV Lich 26 4 22 1913:2217 -304 8:44

Spielplan

Datum Spiel Ergebnis
18.09.1999 TBB-Trier 81:85
25.09.1999 BS-TBB 68:74
03.10.1999 TBB-Weiß 75:65
09.10.1999 Hamb-TBB 74:77
16.10.1999 TBB-Bamb 73:63
23.10.1999 Lev-TBB 74:79
30.10.1999 TBB-Lich 68:59
07.11.1999 TBB-Würz 92:89 n.V.
13.11.1999 Ulm-TBB 67:78
04.12.1999 TBB-Frank 71:73 n.V.
11.12.1999 ALBA-TBB 70:72
27.12.1999 Trier-TBB 78:74
30.12.1999 TBB-BS 93:74
08.01.2000 Weiß-TBB 67:66
15.01.2000 TBB-Hamb 100:62
23.01.2000 Bamb-TBB 70:77
29.01.2000 Gieß-TBB 80:78 n.V.
06.02.2000 TBB-Lev 75:84
12.02.2000 Lich-TBB 75:92
16.02.2000 TBB-Hag 89:67
27.02.2000 Würz-TBB 86:90
04.03.2000 TBB-Ulm 88:64
12.03.2000 Hag-TBB 74:92
18.03.2000 TBB-Gieß 70:65
26.03.2000 Frank-TBB 82:53
07.04.2000 TBB-ALBA 64:72
22.04.2000 TBB-Trier 75:82
25.04.2000 Trier-TBB 60:69
28.04.2000 TBB-Trier 67:56
30.04.2000 Trier-TBB 80:64
03.05.2000 TBB-Trier 84:82
07.05.2000 ALBA-TBB 66:60
10.05.2000 TBB-ALBA 45:65
12.05.2000 ALBA-TBB 75:67