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Noch Tage bis zum Saisonstart 2018/19

BCL: Telekom Baskets verlieren Overtime-Krimi gegen tschechischen Meister

Bonn muss sich Nymburk nach Verlängerung 87:89 geschlagen geben

Die Telekom Baskets Bonn bleiben in der Gruppe D der Basketball Champions League weiter sieglos. Gegen den tschechischen Meister CEZ Nymburk setzte es vor 3.670 Zuschauern im Telekom Dome erst nach Verlängerung eine 87:89 (20:19, 12:16, 22:24, 23:18, 10:12)-Niederlage. Rookie Malcolm Hill erzielte mit 21 Punkten (11/12 Freiwürfen) die meisten Punkte seines Teams.

Nemanja Djurisic machte 19 Punkte und holte acht Rebounds. Foto: Wolter

Kurz und knapp

Dass die Begegnung eng umkämpft war, zeigte nicht nur die Verlängerung. Bis zum Schlusspfiff wechselte die Führung insgesamt 20 Mal, acht Mal hieß es Gleichstand. In der Verlängerung war es Ex-Baskets-Spieler Eugene Lawrence, der das Spiel sieben Sekunden vor Schluss per Korbleger entschied. Bei seiner Rückkehr auf den Hardtberg schrammte der Aufbauspieler mit 12 Punkten, neun Rebounds und zehn Assists knapp an einem "Triple-Double" vorbei. Auf Bonner Seite machte Nemanja Djurisic mit 19 Punkten und acht Rebounds sein bisher bestes Spiel im Baskets-Trikot. Einen schwachen Tag erwischte Bonn dagegen von der Dreierlinie und traf lediglich 17,9 Prozent (5/28) seiner Distanzwürfe. 

 

Stimmen

Predrag Krunic (Trainer Telekom Baskets Bonn):

„Es war ein spannendes Spiel, bei dem beide Mannschaften unheimlich viel investiert und sich einen großartigen Kampf geliefert haben. Es ist uns oftmals gelungen, bei den nicht fallen wollenden Dreiern andere Optionen aufzutun und haben beim Rebound gut gearbeitet.“

Josh Mayo (#14 Telekom Baskets Bonn):

„Nymburk hat es geschafft, uns viele Optionen in der Transition wegzunehmen. Dass wir über unsere Dreier nicht besser ins Spiel gekommen sind, war selbstverschuldet – viele offene Würfe sind heute einfach nicht gefallen.“

Oren Amiel (Trainer CEZ Nymburk):

„Es war ein Spiel des Willens. Wir hatten Probleme mit der Bonner Physis am Brett, die abgegebenen Offensiv-Rebounds haben uns enorm wehgetan. Im letzten Angriff wollten wir den Ball bewusst zu Geno geben – er kennt diese Halle besser als jeder andere.“

Eugene Lawrence (#10 CEZ Nymburk):

„Bonn hat toll gespielt und einmal mehr gezeigt, dass in der Mannschaft mehr steckt als die Tabelle glauben lässt. Wir haben es geschafft, in den engen Situationen als Team zusammenzuhalten und haben weiter unserem Gameplan vertraut.“


Punkteverteilung

Telekom Baskets Bonn:

Curry (3), Klein (0), Djurisic (19, 8 Rebounds, 3 Assists), Gamble (7), Jasinski (0), DiLeo (2), Breunig (14, 6 Rebounds), Polas Bartolo (7), Mayo (14/3 Dreier), Hill (21/2)

CEZ Nymburk:

Ray (5/1), Benda (24/1), Pumprla (2), Lawrence (12/2, 9 Rebounds, 10 Assists), Diggs (9/2), Bohacik (14/2), Austin (3), Barac (1), Kriz (11/1), Vyoral (6/1), Hruban (2)

 

Spielverlauf

Die Baskets begannen nervös in die Partie und brauchten drei Minuten, ehe die ersten Punkte durch Nemanja Djurisic per Dunking erzielt wurden. Bis dahin hatte sich Nymburks Petr Benda bereits warm geworfen und steuerte sechs der ersten neun Zähler seines Teams bei (2:9, 4. Minute). Nachdem CEZ Nymburk sogar mit 3:11 in Führung ging, sah sich Baskets-Trainer Predrag Krunic zu einer frühen Auszeit gezwungen, wodurch die Bonner Offensive ins Rollen kam. Mit einem 10:0-Lauf, darunter zwei Dreipunktewürfen von Josh Mayo, übernahmen die Hausherren die Führung (13:11, 8. Minute). Der tschechische Meister reagierte souverän und erzielte seinerseits sieben Zähler in Folge (13:18, 8. Minute). Und da aller guten Dinge bekanntlich drei sind, waren es nun wieder die Gastgeber, die mit einem 7:1-Lauf das Viertel beendeten und nach zehn Minuten mit 20:19 in Führung gingen.

Im zweiten Spielabschnitt verloren beide Mannschaft ihren Rhythmus im Angriff. Die „zweite Fünf“ der Baskets um Konstantin Klein brachte zwar viel Energie aufs Feld, hatte jedoch im Abschluss zu oft das Pech an den Händen, sodass sich selbst aussichtsreiche Würfe wieder aus dem Korb drehten, was sich vor allem aus der Distanz bemerkbar machte. Trotzdem war es erst einmal Bonn, das durch den heute treffsicheren Djurisic nach einem Steal und den anschließenden Punkten mit 30:25 (16. Minute) in Front lag. Doch bis zum Ende der ersten Halbzeit erzielten die Telekom Baskets nur noch zwei magere Punkte, was Nymburk nutzte, um mit einem 10:2-Lauf und der damit zurückgekämpften 32:35-Führung in die Halbzeit zu gehen.

Nach dem Seitenwechsel waren es die Bonner Big-Men Martin Breunig und Djurisic, die ihre Farben im Spiel hielten und zusammen für die nächsten zehn Punkte verantwortlich waren. Die Baskets suchten in dieser Phase konsequent den Weg ans Brett, was bei den Problemen aus der Distanz auch das richtige Mittel war. Keinerlei Schwierigkeiten vom Perimeter hatten indes die Tschechen, die es bis zum 42:48 (25. Minute) gleich zwei Mal von jenseits der 6,75 Meter einschlagen ließen. Bonn besann sich nun auf seine Defense und machte über das ganze Feld Druck auf den ballführenden Spieler. Mit Erfolg: Während Nymburk drei Minuten lang kein Korb gestattet wurde, beendeten die Hausherren mit einem krachenden Dunk des montenegrinischen Nationalspielers Djurisic einen 8:0 Lauf zum 50:48 (28. Minute). Das Spiel folgte den Gesetzmäßigkeiten der Läufe: Erneut antwortete CEZ Nymburk mit einem eigenen 11:2-Zwischenspurt, darunter drei Dreiern, zwei davon von Ex-Baskets Aufbauspieler Eugene „Geno“ Lawrence, und nahm eine 54:59-Führung ins Schlussviertel.

Dort war es der lange Zeit glücklose Julian Gamble, der sieben der ersten neun Bonner Punkte im vierten Viertel erzielte. Auch von der Freiwurflinie traf der Center endlich den ersten Wurf – nach vorherigen acht Fahrkarten (63:65, 34. Minute). Die Gäste blieben jedoch weiter in Front, während die Spieluhr bedrohlich dem Ende entgegen tickte. Knapp eine Minute vor Schluss zeigte die Anzeigetafel ein vermeintlich vorentscheidendes 71:77 für Nymburk an, ehe Yorman Polas Bartolo bei einem Distanzwurf gefoult wurde und nervenstark die drei fälligen Freiwürfe traf (74:77, noch 59 Sekunden). Im Anschluss forcierte der Deutsch-Kubaner direkt einen Turnover. Den daraus resultierenden Ballbesitz nutzte Malcolm Hill, um frei von der Dreierlinie abzudrücken. Zwar fand der Wurf nicht sein Ziel, doch wurde der Rookie bei seinem Schuss gefoult und durfte ebenfalls drei Mal von der Freiwurflinie Maß nehmen, was er ohne Tadel tat. Nachdem Nymburks Quincy Diggs zum Jubel der 3.670 Fans im Telekom Dome auf der Gegenseite zwei Bonuswürfe verwarf, hatten sowohl Josh Mayo und sein Vorgänger Lawrence nacheinander den Sieg auf der Hand – vergaben jedoch beide aus der Distanz: Verlängerung

In der Verlängerung war erst Nymburk die spielbestimmende Mannschaft und setzte sich schnell auf 77:83 ab. Dann endlich fiel durch Malcolm Hill der erste Bonner Dreipunktewurf seit der neunten Minute. Hill ließ auch zwei erfolgreiche Freiwürfe folgen und brachte so sein Team in der vierten Minute der Nachspielzeit auf 82:84 heran. Auf der Gegenseite versagte CEZs Martin Kriz an der Linie die Nerven, was Kapitän Mayo mit seinem dritten Distanztreffer des Abends bestrafte (85:84, 44. Minute). Beim Stand von 87:87 bereiteten sich die Zuschauer auf eine weitere Verlängerung vor. Sie hatten die Rechnung ohne den Geno gemacht: Nymburks Point Guard wurde isoliert, ließ die Sekunden herunterzählen und zog sieben Sekunden vor Schluss, und trotz engster Bewachung von Polas Bartolo, erfolgreich zum Korb (87:89, 45. Minute). Die letzte Chance auf einen Sieg oder eine Verlängerung hatte sein Pendant Josh Mayo auf der Hand, doch der Dreipunktewurf des US-Amerikaners wurde geblockt, die Zeit lief ab, das Spiel war verloren. 

 

Der Blick in die Zukunft

Nach dem Heimspiel gegen Nymburk geht es für Bonn gleich dreifach auswärts weiter. Zunächst gibt es in Tübingen ein Wiedersehen mit Ryan Brooks, Aleksandar Nadjfeji und Jared Jordan, anschließend reist der Telekom Baskets-Tross nach Griechenland zu Aris Saloniki – zwei Spiele in drei Tagen. Den Abschluss des „Dreierpacks“ bildet die Begegnung bei Science City Jena.

 

Die nächsten Heimspiele der Telekom Baskets Bonn

 

Di. 07. November 2017 – 20:00 Uhr - Basketball Champions League

Telekom Baskets Bonn vs. JSF Nanterre 92

So. 12. November 2017 – 17:30Uhr - easyCredit BBL 

Telekom Baskets Bonn vs. s.Oliver Würzburg

 



Der Blick in die Zukunft

Nach dem Heimspiel gegen Nymburk geht es für Bonn gleich dreifach auswärts weiter. Zunächst gibt es In Tübingen ein Wiedersehen mit Ryan Brooks, Aleksandar Nadjfeji und Jared Jordan, anschließend reist der Telekom Baskets-Tross nach Griechenland zu Aris Saloniki – zwei Spiele in drei Tagen. Den Abschluss des „Dreierpacks“ bildet die Begegnung bei Science City Jena.

Sonntag, 29.10.2017, 17:30 Uhr: WALTER Tigers Tübingen – Telekom Baskets Bonn (BBL)
Dienstag, 31.10.2017, 18:30 Uhr: Aris Saloniki – Telekom Baskets Bonn (BCL)
Samstag, 4.11.2017, 20:30 Uhr: Science City Jena – Telekom Baskets Bonn (BBL)

Die nächsten Heimspiele der Telekom Baskets Bonn

Di. 07. November 2017 – 20:00 Uhr - Basketball Champions League

Telekom Baskets Bonn vs. JSF Nanterre 92

So. 12. November 2017 – 17:30Uhr - easyCredit BBL 

Telekom Baskets Bonn vs. s.Oliver Würzburg


Tickets für die Heimspiele der Telekom Baskets Bonn gibt es hier:

·         Baskets Online-Ticket-Shop: www.baskets.de/ticketshop 
·         General-Anzeiger Vorverkaufsstellen 
·         Eventim-Vorverkaufsstellen 
·         Baskets Ticket-Hotline: 0228 50 20 14 
·         Baskets Fanshop bei INTERSPORT SPORTPARTNER (Friedrichsstr. 45, Bonn-Innenstadt) 
·         Baskets Sportfabrik (direkt im Telekom Dome) 
·         An der Tageskasse im Telekom Dome bei Heimspielen der Telekom Baskets Bonn


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