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vs. 20.04.2026, 20:00 Uhr
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20.04.2026, 20:00 Uhr

"Das wird ein harter Kampf für uns!"

Baskets treffen in Berlin auf den Tabellenzweiten

Im Hinspiel avancierte Alijah Comithier mit 27 Punkten zum Bonner Topscorer. Foto: Jörn Wolter

Der Kampf um die besten Playoff-Plätze spitzt sich zu: Vier Spieltage vor dem Ende der easyCredit BBL-Hauptrunde stehen die Telekom Baskets Bonn auf einem starken vierten Tabellenplatz - in Stein gemeißelt ist jedoch noch lange nichts. Denn in den verbleibenden Partien ist für die Mannschaft von Headcoach Marko Stankovic rechnerisch von Platz eins bis Rang neun noch alles möglich. "Jedes Spiel in dieser Saisonphase ist sehr wichtig, egal gegen wen es geht", sagt Patrick Heckmann. Am Montag, dem 20.04.2026, wartet auswärts jedoch ein harter Brocken auf die Baskets, wenn sie um 20 Uhr auf ALBA Berlin treffen. Dyn überträgt "die Mutter aller Spiele" live.

"Wir liegen in Schlagdistanz"

Mit 20 Siegen aus 28 Spielen rangiert Berlin aktuell auf dem zweiten Tabellenplatz. Dabei verlief der Saisonstart in der Hauptstadt nicht optimal: Der etatmäßige und neuverpflichtete Point Guard Rejean “Boogie” Ellis verließ die Hauptstadt kurz nach Saisonbeginn bereits wieder und wechselte in die Euroleague zu Dubai Basketball. Was im ersten Moment nach einer Schwächung des Teams aussah, entpuppte sich im Anschluss jedoch als Stärkung. Denn ohne Ellis war der Weg frei für den damals noch 19-jährigen Jack Kayil. Der U18-Europameister von 2023 und U19-WM-Silbergewinner von 2025 rückte noch mehr in den Fokus der ALBA-Offensive. Im grundsätzlich teamorientierten Berliner System übernimmt der Point Guard die Rolle des kreativen, schwer auszurechnenden Elements – mit der Freiheit, sich intuitiv vom System zu lösen und Aktionen auch im Alleingang zu entscheiden. So sucht Kayil (11,9 Punkte pro Spiel) mit fast neun Wurfversuchen pro Spiel die meisten Abschlüsse seines Teams und übertrifft dabei auch seinen elf Jahre älteren und Euroleague-erfahrenen Point-Guard-Kollegen Martin Hermannsson (12,0 Punkte pro Spiel, 8,6 Würfe pro Spiel). 

Doch nicht nur auf der Guard-Position wird fleißig gepunktet. So ist Power Forward Justin Bean der dritte Berliner im Bunde, der mit rund 11 Punkten pro Spiel zweistellig punktet. Bemerkenswert ist dabei, dass mit Bean und Big Man Moses Wood (beide mit rund 40 Prozent Dreierquote) die beiden gefährlichsten Distanzschützen nicht auf den Guard-, sondern auf den Forward-Positionen agieren. Das sorgt für viel Breite im Spiel und schafft zusätzliche Räume für Drives zum Korb. Die größte Stärke Berlins liegt jedoch in ihrer Ausgeglichenheit: Gleich neun Rotationsspieler kommen im Schnitt auf mindestens sechs Punkte pro Partie, darunter auch Ex-Baskets-Spieler Sam Griesel, der von 2023 bis 2025 das Bonner Trikot trug. 

“Berlin hat sehr starke individuelle Spieler. Als Team sind sie außerdem stark bei den Rebounds, den Punkten aus zweiten Chancen und den Turnovers, da sie gut auf den Ball aufpassen. Das wird ein harter Kampf für uns. Es wird viel darauf ankommen, wer sich durch seine Spielweise mehr Wurfchancen erarbeitet und dadurch das Spiel bestimmt”, sagt Baskets-Spieler Patrick Heckmann. “Jedes Spiel in dieser Saisonphase ist natürlich sehr wichtig, egal gegen wen es geht. Wir brauchen mindestens noch ein, zwei Siege, um wahrscheinlich die direkte Playoff-Qualifikation sicher zu machen. Wir liegen in Schlagdistanz mit Berlin, also könnten wir sie auch noch einholen. Doch unterm Strich zählt für uns nur, dass wir von Spiel zu Spiel denken, noch so viele Spiele wie möglich gewinnen wollen, um uns dann den bestmöglichen Playoff-Platz zu sichern”.

Das Hinspiel

Das Hinspiel verloren die Baskets mit 70:84 im ausverkauften Telekom Dome. Nach einem schwachen Anfangsviertel (9:25) kämpften sich die Baskets durch ihre starke Verteidigung ins Spiel zurück (55:58, 30. Minute), konnten das Spiel aber aufgrund ihrer schwachen Wurfquote nicht drehen. Alijah Comithier überzeugte mit einer persönlichen Saison-Bestleistung von 27 Punkten.

95. Ausgabe der "Mutter aller Spiele"

Seit ihrem Aufstieg in die 1. Basketball Bundesliga trafen die Telekom Baskets Bonn bereits in 94 Pflichtspielen auf ALBA Berlin (BBL: 85, Pokal: 7, EuroCup: 2). Sowohl in ihrer ersten Bundesliga-Saison 1996/1997 als auch 1999 und 2001 trafen Baskets und Albatrosse im Finale um die Deutsche Meisterschaft aufeinander.  

Live bei Dyn

Das Spiel wird live ab 19:45 Uhr auf Dyn übertragen und von Patrick Fritzsche kommentiert.