Der Klassiker gegen den Deutschen Meister
96. Auflage der "Mutter aller Spiele"
Es ist eines der traditionsreichsten Duelle im deutschen Basketball: Wenn die Telekom Baskets Bonn am Sonntag, dem 01.11.2026, ALBA Berlin im Telekom Dome empfangen, treffen zwei Clubs aufeinander, die die Geschichte der Basketball-Bundesliga über Jahrzehnte mitgeprägt haben. Zum 96. Mal stehen sich Bonn und Berlin in der ersten Liga gegenüber. Nicht umsonst trägt die Begegnung den Spitznamen „Mutter aller Spiele“. Telekom Dome und Abendkassen öffnet um 16 Uhr, Spielbeginn ist 18 Uhr. Dyn überträgt die Partie live.
Schweigeminute für Arvid Kramer
Vor Spielbeginn wird mit einer Schweigeminute an Arvid Kramer erinnert. Kramer verstarb am vergangenen Donnerstag im Alter von 70 Jahren in seinem Geburtsort Fulda im US-amerikanischen Bundesstaat Minnesota. Die Baskets-Legende stieg u.a. mit Bonn 1996 in die erste Liga auf und feierte 1997 als Spieler die erste Club-Vize-Meisterschaft im Finale gegen Berlin. In seiner Zeit als aktiver Baskets-Spieler (1995–1997) absolvierte er insgesamt 81 Pflichtspiele: 39 in der Bundesliga, 32 in der 2. Liga und zehn im Pokal.
Vorbericht
In einer packenden Finalserie schlug ALBA Berlin in der kommenden Saison den FC Bayern München mit 3:2-Siegen und krönte sich zum 12. Mal zum Deutschen Meister der easyCredit Basketball Bundesliga. Dabei hatte Berlin gerade zu Saisonbeginn mit vielen Problemen zu kämpfen: Top-Spieler verließen den Club, Berlin verabschiedete sich aus der Euroleague. Über die Saison hinweg stabilisierte sich Alba jedoch derart, dass am Ende die verdiene Meisterschaft gefeiert werden konnte. Auch in dieser Saison läuft zum Start noch nicht alles rund an der Spree: Zum Auftakt gewann die Mannschaft von Cheftrainer Pedro Calles zwar gegen Chemnitz und Frankfurt, leistete sich dann jedoch drei Niederlagen in Folge gegen München, Bamberg und Trier. Zuletzt sprang gegen Ulm jedoch ein deutlicher 98:82-Sieg heraus, bei dem Ex-Baskets-Spieler Sam Griesel (2023-2025) mit 19 Punkten zum Topscorer avancierte. In der Basketball Champions League dagegen ist Berlin nach drei Spielen noch ungeschlagen.
Auftrieb erhielten die Albatrosse auch durch die Rückkehr von Martin Hermannsson. Nach einem Monat Verletzungspause feierte der isländische Point Guard am 25. Oktober 2026 im Spiel gegen ratiopharm Ulm mit sechs Punkten und neun Assists sein erfolgreiches Comeback. Gleichzeitig fallen jedoch Center Noris Agbakoko und auch Point Guard Jack Kayil verletzungsbedingt aus. Als Ersatz für Agbakoko stieß zuletzt Yankuba Sima vom spanischen EuroLeague-Team Valencia Basket zum Hauptstadt-Club.
Mit jeweils drei Siegen und Niederlagen liegen Bonn und Berlin somit punktgleich auf. In der Tabelle rangieren die Baskets jedoch mit dem zehnten Platz leicht vor Alba Berlin (12.).
"ALBA Berlin ist amtierender Meister. Das sagt bereits viel über die Qualität unseres Gegners und darüber aus, was für eine Partie uns erwartet. Nach einem etwas langsameren Saisonstart haben sie inzwischen deutlich zu ihrer Form gefunden und sich als Mannschaft eingespielt. Ihre Ergebnisse und die vier Siege in Folge [2x BCL, 1x easyCredit BBl, 1x Pokal] bestätigen das. Sie spielen mit sehr hohem Tempo und versuchen, Fehler konsequent zu bestrafen. Zudem verfügen sie mit Hermannsson, der nach seiner Verletzung zurückgekehrt ist, und Sima auf der Center-Position über ein sehr gutes Pick-and-Roll-Spiel von der Bank. Wir müssen deshalb über das gesamte Feld hinweg sehr organisiert gegen ihren defensiven Druck agieren, den Ball gut bewegen und als Mannschaft zusammenspielen, um zu guten Wurfentscheidungen zu kommen“, sagt Baskets-Headcoach Marko Stankovic.
96. Auflage der Mutter aller Spiele
Seit ihrem Aufstieg in die 1. Basketball Bundesliga trafen die Telekom Baskets Bonn bereits in 95 Pflichtspielen auf ALBA Berlin (BBL: 85, Pokal: 7, EuroCup: 2). Sowohl in ihrer ersten Bundesliga-Saison 1996/1997 als auch 1999, 2001 und 2008 trafen Baskets und Albatrosse im Finale um die Deutsche Meisterschaft aufeinander. 2008 diente der neu eröffnete Telekom Dome als Bühne für die letzte Final-Serie zwischen den Clubs. Bonn gewann sogar die Premiere im Dome, musste sich aber im Finale mit 1:3 geschlagen geben.
Basketball-Legenden in Bonn und Berlin
Auch abseits der sportlichen Rivalität verbindet beide Clubs eine Reihe gemeinsamer Personalien: Insgesamt 16 Spieler liefen im Laufe ihrer Karriere sowohl für Bonn als auch für ALBA Berlin auf. Dazu zählen unter anderem Derrick Phelps, Jamel McLean, Aleksandar Nadjfeji und Bryce Taylor. Auch mehrere Spieler aus jüngerer Vergangenheit trugen bereits beide Trikots – darunter Sam Griesel, Michael Kessens und Benedikt Turudic. Auch Legenden der 90er wie Gunther Behnke oder Sebastian Machowski wohnten bereits an der Spree und am Rhein.
Neue Folge HEARTBERG HOTEL
Bonn gegen Berlin sowie alle weiteren Namen sind auch Thema in der neuen Folge HEARTBERG HOTEL, die jetzt auf Spotify und überall da, wo es Podcasts gibt, zu hören ist. Zudem sind der ehemalige Baskets-Hallensprecher Frank Piontek und Dyn-Kommentator Chris Schmidt zu Gast, die zusammen mit den Hosts Kumbi und Benny über Arvid Kramer sprechen.
Anfahrt/Parken/Shuttle-Service
Auch in dieser Saison bieten die Telekom Baskets Bonn zusammen mit Univers Reisen einen Shuttle-Service an, der Fans kostenlos zum Spiel und wieder zurückbringt.
Aufgrund der langfristigen Bauarbeiten entfällt der Shuttle-Halt an der Nordbrücke zur neuen Saison. Dafür wird das Angebot erweitert: Künftig stehen vier Shuttle-Busse zur Verfügung. Zusätzlich zum Bonner Hauptbahnhof wird eine neue Shuttle-Station am Bahnhof Bad Godesberg/Löbestraße eingerichtet. Von dort fahren die Busse über die Haltestelle Olof-Palme-Allee, die als zusätzlicher Halt dient, direkt zum Telekom Dome.
Hinweis: Für das Spiel gegen Berlin wurden zwei weitere Rückfahrten eingeplant.
Live bei Dyn
Dyn überträgt alle Spiele der easyCredit Basketball Bundesliga und des Netto BBL Pokals live. In dieser Saison wird Chris Schmidt als Standort-Kommentator alle Bundesliga-Heimspiele der Baskets live begleiten. Als Experte steht ihm am Sonntag Pro-A-Spieler Luis König Figge (Gießen 46ers) zur Seite.