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84:68
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24.10.2026, 20:00 Uhr

Offensiv zu ungefährlich: Baskets verlieren in Ludwigsburg

Nächstes Spiel: 01.11. zuhause gegen Berlin

Foto: Sascha Walther

Die Telekom Baskets Bonn haben am sechsten Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga mit 68:84 (14:17, 15:26, 25:19, 14:22) bei den MHP RIESEN Ludwigsburg verloren. Über weite Strecken der Partie waren die Baskets offensiv zu ungefährlich und bleiben dadurch in der Bundesliga auswärts noch ohne Erfolg. Jeff Garrett wurde Bonner Topscorer mit 13 Punkten. Joel Aminu und Alijah Comithier folgten mit je elf Zählern.

Nächste Woche Sonntag (01.11. - 18 Uhr) steht die “Mutter aller Spiele” an, wenn der amtierende Deutsche Meister ALBA Berlin zu Gast im Telekom Dome ist. Für das Top-Spiel sind noch wenige Sitzplatz- und Stehplatz-Resttickets verfügbar.

Key Facts

  • Trauerflor: Die Baskets spielten in Gedenken an die unter der Woche verstorbene Baskets-Legende Arvid Kramer mit Trauerflor an ihren schwarzen Trikots
  • Beinahe-Comeback: Nach 14 Punkten Rückstand zur Halbzeitpause kämpften sich die Baskets im dritten Viertel schnell auf vier Punkte heran, konnten die Partie aber letztlich nie drehen
  • Zweistellig: Topscorer Jeff Garrett (13 Punkte), Alijah Comithier (11) und Joel Aminu (11) scorten zweistellig für die Baskets
  • Schwache Quoten: Die Bonner trafen nur 39,3 Prozent ihrer Würfe aus dem Feld (24/61) sowie 25 Prozent ihrer Dreierversuche (6/24)
  • Höchste Führung: +4 (10:14, 8. Minute)

Die Baskets starteten mit Grayson Murphy, Joel Aminu, Marcus Foster, Jeff Garrett und Michael Kessens in die Partie. Ludwigsburg erwischte den besseren Auftakt und traf in den ersten Minuten zwei Dreier (6:0, 2. Minute). Foster erzielte wenig später die ersten Bonner Punkte (6:2, 3.). Anschließend stand die Baskets-Defensive sehr stabil und ließ drei Minuten lang keine weiteren Punkte zu. Allerdings konnte die Mannschaft von Headcoach Marko Stankovic aus ihrer guten Verteidigungsarbeit zunächst zu wenig Kapital schlagen, auch wenn Garrett mit einem Dreier zur ersten Bonner Führung traf (6:7, 5.). Die Führung wechselte hin und her und der eingewechselte John-Michael Wright traf für die Baskets ebenfalls aus der Distanz (10:11, 8.). Bonn hatte bis dahin keinen erfolgreichen Zweier der Gastgeber zugelassen. Nachdem Wright bei seinem nächsten Dreierversuch gefoult worden war, verwandelte er alle drei Freiwürfe und baute den Bonner Vorsprung aus (10:14, 8.). Zwei Offensivfouls störten anschließend jedoch den Spielfluss der Baskets, während Ludwigsburg nun auch im Zweierbereich erste Akzente setzte. Eine etwas zu nachlässige letzte Defensivaktion ermöglichte den Gastgebern schließlich die Führung zum Viertelende (17:14, 10.).

Zu Beginn des zweiten Viertels legte Ludwigsburg zwei weitere Dreier nach und baute den Vorsprung zunächst aus (23:16, 12.). Bonn blieb jedoch in Schlagdistanz. Leon Kratzer, Aminu und Murphy verkürzten den Rückstand und nach einem Tip-in von Melvin Jostmann, der sich gemeinsam mit seinen Mitspielern in dieser Phase immer wieder am offensiven Brett durchsetzte, gingen die Baskets am Ende eines 9:0-Laufs erneut in Führung (23:25, 14.). Ludwigsburg antwortete mit dem nächsten Dreier (27:25, 15.). Zu diesem Zeitpunkt hatten die Gastgeber bereits 20 Dreipunktwürfe genommen, aber erst fünf Zweier versucht. In der Folge verloren die Baskets defensiv etwas die Konzentration, was Ludwigsburg dann sowohl unter dem Korb als auch aus der Distanz konsequent ausnutzte (36:27, 18.). Auch die Bonner Auszeit konnten den Ludwigsburger lauf nicht nachhaltig bremsen. So endete die erste Hälfte mit einem 20:4-Lauf und einer deutlichen Halbzeitführung für die Hausherren (43:29, 20.).

Die Baskets kamen nach dem Seitenwechsel heiß aus der Kabine und kämpften sich dank starker Verteidigung und konsequenterer Offensive schnell zurück ins Spiel. Garrett eröffnete die zweite Halbzeit mit einem And-One, ehe Kessens per Korbleger auf eine einstellige Differenz verkürzte und Murphy nach einem Steal den Fastbreak selbst per Korbleger abschloss (43:36, 22.). Ein Freiwurf von Aminu und ein Korbleger durch Kapitän Kessens nach einem ansehnlichen Pick-and-Roll mit Murphy bescherten Bonn einen 10:0-Lauf zum Start in die zweite Hälfte (43:39, 24.). Nach knapp dreieinhalb Minuten erzielte Ludwigsburg die ersten Punkte des dritten Viertels und fand anschließend wieder besser in den offensiven Rhythmus. So lagen die Baskets schon kurz nach ihrer schnellen Aufholjagd erneut zweistellig zurück (55:43, 27.). Garrett drückte mit Ablauf der Spieluhr zum Ende des dritten Viertels einen Dreier ab und den Rückstand nach dem Treffer wieder in den einstelligen Bereich (62:54, 30.).

Aminu eröffnete das vierte Viertel mit einem Dreier und bediente anschließend Foster nach starker Teamdefense für den einfachen Korbleger im Schnellangriff. Nach einer erfolgreichen Coaches Challenge durch Baskets-Cheftrainer Stankovic traf Foster zwei Freiwürfe und brachte die Baskets erneut näher heran (66:63, 35.). Ludwigsburg antwortete jedoch mit einem schwierigen Dreier und behauptete seinen Vorsprung (69:63, 35.). In der Schlussphase zeigte Ludwigsburg im Angriff immer wieder die individuelle Klasse und bog durch starke Einzelaktionen auf die Siegerstraße ab. In den letzten fünf Minuten gelangen den Baskets nur noch fünf Zähler und so endete das Spiel letztlich deutlicher, als es der Spielverlauf hergab. Bonn verlor nach einem insgesamt offensiv zu ungefährlichen Auftritt mit 68:84.

Stimmen zum Spiel

Marko Stankovic (Headcoach Telekom Baskets Bonn):

„Zuerst möchte ich Coach Carles, seinem Staff und seinem Team zu einem absolut verdienten Sieg gratulieren. Sie waren heute besser als wir. Sie haben 40 Minuten lang mehr um den Sieg gekämpft als wir. Ich denke, wir waren in den letzten 12 Minuten der ersten Halbzeit etwas energielos. Die Reaktion aus der Kabine heraus zum Start in die zweite Hälfte war gut. Wir sind wieder herangekommen, aber danach haben wir erneut ein paar Fehler gemacht. Wir haben einige offene Würfe nicht getroffen, und Ludwigsburg hat diesen Sieg sehr verdient. Ich finde, der Unterschied von 16 Punkten am Ende ist etwas zu hoch, weil wir in der zweiten Halbzeit eine bessere Leistung und besseren Basketball gezeigt haben. Es ist sehr wichtig zu verstehen, dass in allen Wettbewerben, in denen wir spielen, 40 Minuten konzentriert zu kämpfen der wichtigste Faktor für den Sieg ist. Wir müssen aus diesen Niederlagen lernen und uns in der Zukunft besser auf das gesamte Spiel vorbereiten. Für den Rest der Saison wünsche ich Ludwigsburg, dass alle gesund bleiben. Und ich hoffe, dass mein Team eine gute Trainingswoche hat und dass wir im nächsten Spiel besser spielen werden."

Carles Duran Ortega (Headcoach MHP RIESEN Ludwigsburg):

„Danke, Marko! Ich freue mich für das Team und unsere Fans – da wir die beiden letzten Heimspiele aus mehreren Gründen verloren haben. Das war heute vielleicht unsere beste Leistung. Natürlich: Die Saison ist erst sieben, acht Partien alt, aber wir haben heute mit sehr viel Energie gespielt! Wir wussten vor dem Spiel, dass Bonn ein fantastisches Team hat. Sie haben das auch heute in der zweiten Hälfte gezeigt und bis zum Ende gefightet. Wir müssen uns im dritten Viertel verbessern, wir sind da wie zuletzt gegen Vechta schlecht gestartet. Aber nochmals: Unser Team hat mit viel Energie in der Defensive gespielt. Es ist nicht einfach, gegen Bonn zu verteidigen – und sie haben dennoch nur 68 Punkte gemacht. Offensiv haben wir derweil sehr gut gespielt: In den ersten zwanzig Minuten haben wir auf einem anderen Level agiert. Wir sind gerannt, wir haben den Ball geteilt, wir haben viel gepunktet. Das ist die Idee! Wir müssen es genießen, zusammen auf dem Parkett zu spielen und mit unseren Fans zu sein. Für uns ist es einfacher: Bonn hat am Mittwoch in Badalona gespielt, manchmal ist es schwierig, alle paar Tage auf großartige Art und Weise zu kämpfen. Wir müssen diesen Sieg genießen – und das nächste Spiel noch besser vorbereiten. Das heute war nur eine Partie, wir können noch besser spielen!"

Statistiken

PTS 84 68
2 PTS 67% 18 / 27 49% 18 / 37
3 PTS 35% 13 / 37 25% 6 / 24
Freiwürfe 69% 9 / 13 70% 14 / 20
Rebounds 39 34
Assists 21 17
Steals 5 4

TOP Player

Punkte

Jeff Garrett Jr.

13 Punkte
Rebounds

Michael Kessens

6 Rebounds
Assists

Grayson Murphy

7 Assists
Steals

Leon Kratzer

1 Steals
Effektivität

Michael Kessens

11 Effektivität