Spitzenspiel zwischen Playoff-Aspiranten
Bonn trifft auswärts auf Würzburg
Im Spitzenspiel des 24. Spieltags der easyCredit Basketball Bundesliga wartet auf die Telekom Baskets Bonn eine anspruchsvolle Auswärtsaufgabe: Am Samstag, dem 14.03.2026, gastiert der Tabellendritte beim Tabellenfünften, den Fitness First Würzburg Baskets. Tip-Off ist um 18:30 Uhr, das Spiel wird live bei Dyn übertragen.
Das Hinspiel liegt schon einige Monate zurück. Am 1. Spieltag der laufenden easyCredit BBL-Saison verloren die Baskets am 27.09.2025 im Telekom Dome mit 61:72 gegen Würzburg. Baskets-Headcoach Marko Stankovic erinnert sich: „Wir waren ein völlig neu zusammengestelltes Team, das erst seit gut anderthalb Monaten zusammen trainieren konnte. Es lag damals viel Druck auf uns und es war wahrscheinlich mit das schlechteste Saisonspiel, das wir bislang gespielt haben. Seitdem hat sich unsere Leistung deutlich verbessert und auch unser Kader hat sich verändert. Auch Würzburg hat sich im Laufe der Saison gesteigert, obwohl das Team weitestgehend gleichgeblieben ist.“
So fehlten im Hinspiel noch Power Forward Jeff Garrett und Point Guard Zach Cooks verletzungsbedingt, sodass Coach Stankovic neben Grayson Murphy den nachverpflichteten Jordan Harris (verließ den Club im vergangenen November nach einem Kurzzeitvertrag) und Doppellizenzspieler Jorge Mejias ins Rennen schickte. Auch im morgigen Rückspiel können die Telekom Baskets Bonn nicht aus dem Vollen schöpfen: So müssen sie weiterhin auf Jonathan Bähre (Knie), Tylan Birts (Ferse) und Zach Cooks (Bauchmuskel) verzichten.
„Angesichts der Tabellensituation ist es natürlich ein wichtiges Spiel für uns. Dennoch gehen wir jedes Spiel mit der gleichen Einstellung an, egal ob wir gegen den Tabellenersten oder -Letzten spielen. Würzburg ist ein starkes Team, das in den vergangenen beiden Jahren auf einem hohen Level gespielt hat und in die Playoffs eingezogen ist. Auch in diesem Jahr sind sie ein Playoff-Kandidat, daher treten wir gegen einen direkten Konkurrenten um die Playoff-Plätze an", sagt Stankovic. „Würzburg spielt eine sehr gute Team-Defense, ist sehr aktiv, aggressiv und physisch stark. Sie ziehen ihr Selbstvertrauen für die Offensive aus ihrer Verteidigung und haben viele korbgefährliche Spieler, die wir kontrollieren müssen.“
Würzburgs Offensive ist auf die Guards zugeschnitten, daher überrascht es nicht, dass mit Marcus Carr (17,0 Punkte pro Spiel), Davion Mintz (16,5 PpS) und Brae Ivey (10,7 PpS) die drei besten Scorer des Teams auf der Guard-Position beheimatet sind. Insbesondere Marcus Carr ist nur schwer zu kontrollieren: Der kanadische Nationalspieler konnte bereits neun Mal in dieser Saison über 20 Punkte erzielen, gegen Jena legte er sogar 37 Zähler auf. Unter dem Korb bewachen die Big Men Charles Thompson (8,2 Punkte, 5,1 Rebounds und 1,4 Blocks pro Spiel) und Eddie Edigin (5,9 Punkte und 4,9 Rebounds pro Spiel) die Zone. Zuletzt feierte auch der deutsche Flügelspieler Alen Pjanic nach fast zweimonatiger Verletzungspause (Adduktoren) sein Comeback.
Würzburger Heimstärke
Besonders in eigener Halle ist Würzburg nur schwer zu schlagen und gewann bislang neun von elf Heimspielen. Damit weisen sie hinter Tabellenführer München die zweitbeste Heimbilanz der Liga auf.
Puzzleteile für die Zukunft
Während die Baskets mit den vorzeitigen Vertragsverlängerungen von Patrick Heckmann (bis 2027) und Topscorer Alijah Comithier (bis 2028) weitere Grundsteine für die Zukunft gelegt haben, konnte auch Würzburg in der vergangenen Woche eine wichtige Personalie verkünden. So bleibt Cheftrainer Sasa Filipovski bis 2029 bei den Unterfranken.
Live bei Dyn
Das Spiel wird live ab 18:15 Uhr auf Dyn übertragen und von Florian von Stackelberg kommentiert.