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„El Ciclon“ beerbt „The Wall“

Awards: Yorman Polas Bartolo als „Bester Verteidiger“ ausgezeichnet

Auf einem konstant hohen Niveau zu verteidigen ist eine Kunst. Wer diese Fähigkeit meistert, ist des Mitspielers bester Freund. Und des Gegners Nemesis. Was Yorman Polas Bartolo diese Saison defensiv aufs Parkett bringt, hat ihm ligaweit Respekt verschafft – und eine Trophäe.

Bringt seine Gegenspieler regelmäßig zum schweigen: Yorman Polas Bartolo (Fotos: Jörn Wolter)

Jährlich bittet die BBL ausgewählte Journalisten sowie alle Mannschaftskapitäne und Cheftrainer zur Wahlurne. Gesucht werden dabei unter anderem der wertvollste Spieler (MVP), der beste Newcomer, der Trainer des Jahres ... aber auch der „Defensive Player of the Year“. Schon in der vergangenen Saison landete Baskets-Flügel Yorman Polas Bartolo auf dem Treppchen der besten Verteidiger – hinter Daniel Theis (Bamberg) und Quantez Robertson (Frankfurt). Bei einer durch das Basketball-Magazin „FIVE“ unter allen Spielern der Beletage durchgeführten Umfrage landete der Deutsch-Kubaner anno 2017 gar auf dem ersten Platz.

Jetzt kann sich Polas Bartolo auch über die „offizielle“ Auszeichnung durch die easyCredit BBL freuen. Der 32-Jährige wird von Coach Krunic regelmäßig auf den besten Angreifer des Gegners angesetzt – und hält diesen erfolgreich in Schach. Bonns „Wilde 13“ ist der defensive Anker der Rheinländer, der für gelebten #BasketsSpirit steht.

„Yorman vereint zwei Dinge miteinander: Er ist körperlich stark und gleichzeitig schnell auf den Füßen – die meisten Flügelspieler bringen nur eine dieser Eigenschaften mit“, lobt Mannschaftskapitän Josh Mayo. „Als Angreifer gegen ihn spielen zu müssen ist wahnsinnig kräftezehrend, da er einfach nicht müde wird und viel Energie aufs Feld bringt.“

Dank der intensiven Betreuung durch Baskets-Physio Bogdan Suciu und Athletiktrainer Georgios Chatzidamianidis befindet sich „El Ciclon“ in einer herausstechenden körperlichen Verfassung. „Für den Angreifer ist er wie ein Schatten, den du nicht abschütteln kannst. Da er gut über Blöcke kommt, ist es unheimlich schwer, richtig frei zu werden“, urteilt Malcolm Hill, der es im Training regelmäßig mit Polas Bartolo zu tun bekommt. „Seine Fähigkeit, im Eins-gegen-Eins vor dem Mann zu bleiben, macht ihn für uns zu einem zentralen Puzzleteil in der Verteidigung.“

Neben Josh Mayo und TJ DiLeo vertrat Polas Bartolo Day die Bonner Farben beim diesjährigen ALLSTAR Day. In der laufenden Saison 2017/2018 legt der variable Flügel durchschnittlich 8,1 Punkte, 4,1 Rebounds sowie 1,1 Steals pro Partie auf.

Sein wahrer Wert lässt sich jedoch meist erst richtig beim Blick auf die Statistiken des direkten Gegenspielers ablesen. Beim 86:82-Auswärtserfolg in Oldenburg hielt er Rickey Paulding (Saisonschnitt: 48,0 Prozent Feldwurfquote) bei fünf Treffern bei 14 Versuchen – was einer Quote von 35,7 Prozent entspricht. Noch härter traf es Nationalspieler Robin Benzing (40,5 Prozent Feldwurfquote), der beim 78:75-Heimsieg der Baskets über Würzburg gar nur magere 27,8 Prozent aus dem Feld (5/18) traf.

Mit der Auszeichnung als „Bester Verteidiger“ tritt Yorman Polas Bartolo bei den Telekom Baskets in prominente Fußstapfen – welche im jüngsten Fall bereits zwölf Jahre alt sind. Am Ende der Saison 2005/2006 wurde Andrew Wisniewski dank seiner durchschnittlich 20,6 Punkte pro Partie zum „Besten Offensivspieler“ gekürt. Aufbau Aleksandar Capin erhielt 2003/2004 den Award als „Rookie des Jahres“, während Oluoma Nnamaka in der gleichen Saison als „Bester Verteidiger“ ausgezeichnet wurde.

 

 


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