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#BasketsAlaaf: Ludwigsburg als Partycrasher

105:109-Niederlage im Karnevalsspiel / Mittwoch (14.2.) zu Gast in Bayreuth

In der zehnten Auflage des traditionellen Karnevalsspiels im Telekom Dome mussten die Telekom Baskets die insgesamt erst zweite Niederlage hinnehmen. Vor 6.300 größtenteils kostümierten Jecken zog das Team von Trainer Predrag Krunic gegen den Tabellendritten MHP RIESEN Ludwigsburg mit 105:109 (25:26, 24:23, 21:26, 35:34) den Kürzeren. Josh Mayo (24 Punkte), Tomislav Zubcic (22 Punkte) und Co. stemmten sich zwar mit allen Mitteln gegen die Niederlage, hatten gegen die Treffsicherheit der Gäste (13/23 Dreier) jedoch das Nachsehen. Wer aber die bönnsche Fans kennt weiß: gefeiert wird jetzt erst recht!

Kam auf 18 Punkte und fünf Assists: TJ DiLeo. (Foto: Jörn Wolter)

Die Geschichte des Spiels

6.300 jecke, kostümierte Zuschauer, ein randvoller Telekom Dome - nur der neunte Sieg im zehnten Karnevalsspiel fehlte zum perfekten Abschluss am Samstagabend im Telekom Dome. Auch der Segen des Bonner Prinzenpaares Dirk II und ihre Lieblichkeit Bonna Alexandra III, die den Dome vor dem Spiel mit ihrer royalen Präsenz beehrten, half am Ende nicht. Trotz einer starken Dreierquote von 63 Prozent (17 von 27), der Ludwigsburg mit 53 Prozent kaum nachstand, und einem gewonnenen Rebound-Duell (33:32) hatten die Baskets am Ende des Tages das Nachsehen. Die 109-Gegenpunkte sind die meisten Zähler, die die Telekom Baskets in dieser Saison zugelassen haben. 

 

Stimmen

Predrag Krunic (Trainer Telekom Baskets Bonn):

„Das war ein zum Karneval passendes Offensiv-Festival, bei dem beide Mannschaften im Angriff auf hohem Level agiert haben. Uns ist es leider nie gelungen, das defensive Momentum richtig an uns zu reißen. Ludwigsburg hat zudem einige schwere Würfe getroffen, die uns auf der Zielgeraden sehr wehgetan haben.“

Malcolm Hill (#15 Telekom Baskets Bonn):

„Heute sind zwei Mannschaften aufeinandergeprallt, die über eine Menge Feuerkraft besitzen – und diese auf die Anzeigetafel bekommen haben. Es gab durch die hohe Trefferquote kaum Offensiv-Rebounds, die dafür umso wichtiger und umso schmerzhafter waren.“

John Patrick (Trainer MHP RIESEN Ludwigsburg):

„Das war ein komplett Karneval-typisches Spiel, wenngleich uns eine defensiv-geprägtere Partie lieber gewesen wäre. Nach dem starken Bonner Start standen wir kurz unter Schock, haben uns dann mit zunehmendem Spielverlauf aber freischwimmen können. Ein solcher Shootout war nicht das, was wir wollten, aber ich froh am Ende dieser Achterbahnfahrt gewonnen zu haben.“

Florian Koch (#12 MHP RIESEN Ludwigsburg):

„Ich bin sehr froh, dass wir hier in dieser speziellen und besonderen Atmosphäre am Ende den kühlen Kopf behalten und gewonnen haben. Wenn beide Seiten eine solch beeindruckende Performance von der Dreierlinie hinlegen, entscheiden andere Kleinigkeiten das Spiel. Uns ist es gelungen, im letzten Viertel beim Rebounding einen Schritt nach vorn zu machen.“


Punkteverteilung

Telekom Baskets Bonn:

Curry (0), Zubcic (22/4 Dreier), Klein (3/1), Gamble (19, 8 Rebounds, 6 Assists), Jasinski (dnp), DiLeo (18/4, 5 Assists), Breunig (2), Polas Bartolo (2), Mayo (24/6, 5 Assists), Hill (15/2)

MHP RIESEN Ludwigsburg:

Walkup (17/2, 7 Rebounds, 8 Assists), Johnson (11/1), McCray (2), Sears (22, 8 Rebounds), Geske (0), Peter-McNeilly (16/4), Koch (3/1), Waleskowski (13/3), Cook (18/1), Trice (7/1)


Bilanz:

Bonn vs. Ludwigsburg

Siege:              18
Niederlagen:    16
in Bonn:           12 Siege, 5 Niederlagen
in L’burg:         6 Siege, 11 Niederlagen

 

Der Spielverlauf

Die großartige Atmosphäre schwappte von der ersten Minute an von der Tribüne aufs Spielfeld und so begannen die Baskets mit Tempo und Spielwitz und hebelten die aggressive Ludwigsburger Defense mit einem schnellen Pass nach dem anderen aus. Es dauerte keine zwei Minuten bis RIESEN-Trainer John Patrick nach einer schnellen 6:0-Baskets-Führung seiner erste Auszeit nehmen musste. Der eigentlich selbst für seine schnellen Spielstil bekannte Trainer musste seine Team zur Geduld mahnen, doch das half erst einmal wenig. Julian Gamble und Yorman Polas Bartolo trafen von der Freiwurflinie und punkteten anschließend auch aus dem Feld, wodurch die Baskets ihre Führung sogar noch ausbauten (15:7, 6. Minute).

Doch mittlerweile war Ludwigsburg in der Partie angekommen, attackierte zunehmend den Baskets-Korb und schloss durch einen Dreier des Ex-Bonners Florian Koch auf 15:12 auf (7. Minute). Die Gastgeber blieben jedoch am Drücker und setzten sich durch den heute erneut treffsicheren Tomislav Zubcic bis zur achten Minute wieder auf 25:18 ab. Trotzdem waren es die MHP RIESEN, denen mit einem 8:0-Lauf die letzten Minuten des ersten Viertels gehörten und so mit 25:26 in Führung gingen.

So wie sie den ersten Spielabschnitt aufhörten, machten sie im zweiten auch weiter. Während Bonn mit frühen Teamfouls gehandicapt wurde und sich in der Offensive oftmals an der Ludwigsburger Zonen-Defense die Zähne ausbiss, setzten sie sich bis zur 17. Minute auf 32:39 ab und zwangen so Baskets-Trainer Predrag Krunic zur Auszeit. Zwei erfolgreiche Distanzwürfe von Josh Mayo und Malcolm Hill brachten Bonn im Anschluss wieder auf Tuchfühlung (38:41, 18. Minute). Das Tempo blieb auf beiden Seiten hoch, ebenso die Trefferquote. Was für die 6.300 Zuschauer im restlos ausverkauften Telekom Dome besonders attraktiv sein musste, konnte jedoch nicht nach dem Geschmack der beiden Bundesliga-Trainer sein, die stets einen defensiven Ansatz verfolgen. Beim ausgeglichenen Stand von 49:49 ging es in die Halbzeitpause.

Wer zu diesem Zeitpunkt vermutete, die Trefferquote würde sich irgendwann normalen Werten annähern, dem sollte das Spiel eines Besseren belehren: Drei Dreipunktewürfe in Folge, zwei davon vom heute stark aufspielenden TJ DiLeo, trafen die Baskets gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit und gingen somit wieder in Front (58:54, 23. Minute). Nachdem DiLeo erneut von jenseits der 6,75 Meter einnetzte und es ihm Kapitän Mayo kurz darauf gleich tat, hatte Bonn weiterhin die Nase vorn (67:64, 26. Minute). Jedoch folgte die Antwort des Drittplatzierten Ludwigsburg auf dem Fuße: Bis zum Viertelende trafen die Barockstädter ihrerseits drei Distanzwürfe in Serie, David McCray legte den Ball mit der Viertelsirene in den Korb und mit einem 11:3-Lauf erkämpften sich die Gäste die Führung zurück (70:75, 30. Minute).

Im Schlussabschnitt waren es wiederum die Gäste, die den besseren Start erwischten und mit einem 11:5-Lauf für die erste zweistellige Führung im Spiel sorgten (75:86, 33. Minute). Erneut bewies sich jedoch, dass Basketball ein Spiel von Läufen ist: Mit vier erfolgreichen Dreipunktewürfen in Serie – manche auch aus nahezu aussichtslosen Positionen – bissen sich die Baskets zurück in die Partie und waren plötzlich nur noch mit 90:92 im Hintertreffen. Die Halle stand Kopf.

Doch Ludwigsburg zeigte sich unbeeindruckt ob der Dreierquote und der Stimmung auf dem Hardtberg und trafen seinerseits wichtige Distanzwürfe. Was immer die Baskets in die Waagschale warfen, Ludwigsburg hatte immer die richtige Antwort parat (96:103, 39. Minute). Bonn kämpfte unermüdlich, jedoch lief den Rheinländern die Zeit davon. Zwar verkürzte Mayo 28 Sekunden vor Schluss erneut per Dreier auf 101:105 (40. Minute), doch auch taktische Fouls brachten die RIESEN nicht mehr aus dem Konzept, sodass Ludwigsburg an diesem Abend der erst zweite Sieg einer Gastmannschaft im Bonner Karnevalsspiel gelang.  

 

Der Blick in die Zukunft

Am Aschermittwoch ist bekanntlich alles vorbei. Kein Grund für die Telekom Baskets, in aller Gemächlichkeit die Füße hochzulegen.

Mittwoch, 14.2.2018, 19:00 Uhr: medi bayreuth – Telekom Baskets Bonn

Das Hinspiel im Telekom Dome hatte Bonn im vergangenen November nach großem Kampf mit 85:82 für sich entschieden. Wie schwer es jedoch ist, die Punkte aus dem Frankenland ins Rheinland zu entführen, wissen die Magentafarbenen nur zu gut – anno 2014 konnten die Bundesstädter zuletzt Zählbares aus der Wagnerstadt entführen.

 

 

Der Abend in der Social-Media-Revue

 

 

Die nächsten Heimspiele der Telekom Baskets Bonn

So. 11. März 2018 – 17:30 Uhr - easyCredit BBL 

Telekom Baskets Bonn vs. Science City Jena

So. 25. März 2018 – 17:30 Uhr - easyCredit BBL 

Telekom Baskets Bonn vs. Fraport Skyliners

 

Tickets für die Heimspiele der Telekom Baskets Bonn gibt es hier:

·         Baskets Online-Ticket-Shop: www.baskets.de/ticketshop 
·         General-Anzeiger Vorverkaufsstellen 
·         Eventim-Vorverkaufsstellen 
·         Baskets Ticket-Hotline: 0228 50 20 14 
·         Baskets Fanshop bei INTERSPORT SPORTPARTNER (Friedrichsstr. 45, Bonn-Innenstadt) 
·         Baskets Sportfabrik (direkt im Telekom Dome) 
·         An der Tageskasse im Telekom Dome bei Heimspielen der Telekom Baskets Bonn

 

 


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