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Team 1995/1996 - 2. Basketball Bundesliga

Teamaufstellung

#NamePosGrößeGewichtGeborenNat.früh. Verein
 Bruno SocéHeadcoach  1946CROBosna Sarajevo, Münster, Weiden
4Eric TaylorAufbau/Flügel178 06.12.1969USABG Stuttgart-Ludwigsburg, Oakland Golden Grizzlies (NCAA)
5Haug ScharnowskiCenter202 24.07.1969  
6Arvid KramerCenter206 03.10.1956USATus 1882 Opladen, Bayer 04 Leverkusen, CRO Lyon Basket (FRA),Antonini Seine (ITA), Denver Nuggets, Anchorage Northern Knights (CBA), Augustana Vikings (NCAA II)
7Farsin HamzaiAufbau180 27.01.1968GER 
8Ladislau KabatFlügel188 17.10.1977GERHorchheim
9Götz RohdewaldF195 01.07.1975GERBG Bramsche
10Jan RohdewaldFlügel194 22.03.1973GERUBC Münster
11Klaus PerwasG194 08.03.1971GERSSV Ulm 1846, SG Bramsche- Osnabrück
12Lars GlössnerCenter199 31.03.1975  
14Karsten Schul Center199 29.05.1967GER 
15Marcus SchmidtCenter206 31.03.1977GER 

Die Saison

1995/96: 2. Liga Nord

Die Vorbereitungen für die Saison 1995/96 liefen bereits im Frühjahr 1995. Die „Grundsteinlegung“ für ein bald folgendes Bonner Basketball-Märchen erfolgte im April 1995: Die Gründung des Telekom Baskets Bonn e.V. durch sieben Personen, die in Deutschland ausreichen, um einen Verein zu gründen. Darunter waren Dr. Hans Braun (1. Baskets-Präsident), Arvid Kramer (späterer Sport-Manager), Hans-Günter Roesberg (heute 1. Vorsitzender), Wolfgang Wiedlich (seit 1998 Baskets-Präsident) und Frank Piontek (Hallensprecher). Am 27. April 1995 wurde das Ganze notariell beglaubigt. Bald wechselte der gesamte männliche Bereich aus dem Post-SV Bonn samt Zweitliga-Platz in den Telekom Baskets Bonn e.V., wo bald Bruno Socé als neuer Headcoach inthronisiert wurde. Ein Kroate, Freund von Svetislav Pesic, folgte auf den sympathischen Amerikaner John Ecker (Ehemann von Heide Rosendahl) – ein Trainer, der eine neue Dimension von Disziplin einforderte und von jedem Spieler vor allem bedingungslose Abwehrbereitschaft – Defense über alles.

Das Team von 1995/96: Haug Scharnowski, Lars Glössner, Klaus Perwas, Götz Rohdewald, Jan Rohdewald, Eric Taylor, Arvid Kramer, Farsin Hamzei, Karsten Schul, Ladislau Kabat, Markus Schmidt. Die Baskets-Illustrierte unmittelbar nach der Aufstiegssaison überschrieb die einzelnen Spieler wie folgt:

Karsten Schul – der Athlet

Jan Rohdewald – der Flügelflitzer

Klaus Perwas – der Dirigent

Lars Glössner – der Pechvogel

Haug Scharnowski – der Kapitän

Farsin Hamzei – der Zauberer

Markus Schmidt – der Längste

Arvid Kramer – der Unersetzliche

Götz Rohdewald – der Läufer

Ladislau Kabat – der Youngster

Eric Taylor – der Allrounder

Bei den ersten Heimspielen rieb sich das Publikum verwundert die Augen. Primäres Ziel war es, dass das gegnerische Team keine freien Würfe bekam oder besser noch: Ihm gleich den Ball „wegzunehmen“. Eine solche Team-Defense konnte nur auf Basis einer bärenstarken Kondition jedes einzelnen Spielers funktionieren. Insofern hatte die Saisonvorbereitung vor allem aus Laufen – genauer: laufen, laufen, laufen – bestanden.

Die Saison in der Zweiten Liga Nord war ein einziger Triumphzug: Es wurde kein Spiel verloren. Lief es im Angriff einmal nicht so treffsicher, gestattete man dem gegnerischen Team einfach (noch) weniger Punkte. Der 94:84-Sieg beim TuS Lichterfelde (mit Emir Mutapcic, Drazen Tomic), damals Alba Berlins Talentschmiede, war ein knapper Auswärtssieg. Vor dem Auswärtsspiel in der Hansestadt beim BC Johanneum stimmte das Hamburger Abendblatt am 19. Januar 1996 auf das Match ein: „Der Bericht aus Bonn enthält wenig Hoffnung für den BC Johanneum: 15 Spiele, 15 Siege, 30:0 Punkte.“ Bonn siegt mit 111:83 in Hamburg. BCJ-Center Pat Elzie gab zu Protokoll: „So eine Mannschaft habe ich in der 2. Liga noch nie gesehen.“

Doch mit der Zweitliga-Meisterschaft waren die Telekom Baskets Bonn noch nicht für den Erstliga-Aufstieg sportlich qualifiziert. Es ging in die Relegationsrunde. Teilnehmer: TuS Lichterfelde/Berlin (Vizemeister 2. Liga Nord), TSV Speyer (Meister 2. Liga Süd), TV Lich (Vizemeister 2. Liga Süd), SG Braunschweig (1. Liga), TG Landshut (1. Liga), Telekom Baskets Bonn (Meister 2. Liga Nord). Mit 82:84 verlor die Socé-Truppe ihr einziges Saisonspiel, doch bereits vor dem letzten Relegationsspiel am 27. April 1996 (exakt ein Jahr nach notarieller Vereinsgründung) hatten die Baskets ihr großes Ziel erreicht: Aufstieg in die 1. Bundesliga, die damals „Veltins“ hieß.

Am letzten Relegations-Spieltag ging es in – mal wieder – ausverkaufter Hütte gegen die TG Landshut; der 71:70-Sieg rettete Braunschweig den Erstliga-Platz. Im Sportpark Pennenfeld stieg nach dem Schlusspfiff eine große Party mit bunten Luftballons, lauten Rhythmen und namhaften Gästen. Telekom-Chef Ron Sommer applaudierte ebenso wie Bonns Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann, während ein Baskets-Fan sein T-Shirt auszog und seinen Rücken zeigte. Darauf stand: „Nie mehr 2. Liga.“

Es gab noch ein anderes Highlight. Die Telekom Baskets stießen als einziger Zweitligist bis ins Viertelfinale des Deutschen Basketball-Pokals vor. Heimspiel gegen Erstligist TTL Universa Bamberg. 2.300 Zuschauer hatten den Sportpark Pennenfeld „überbelegt“, und zwischenzeitlich hatte der „Druck von außen“ den Tickettisch um 10 Meter nach hinten im Pennenfeld-Foyer geschoben. Bonn verlor „standesgemäß“, aber knapp mit 89:93. Es war ein Drama. Wer das miterlebt hat, ist heute (2014) 18 Jahre älter.

Freundschaftsspiele vor der Saison 1995/96: Sparta Prag - Bonn 99:93, Algerien - Bonn 96:90, Bonn - Trier (1. Liga) 92:73, Bonn - Alba Berlin 78:84, Bonn - MTV Gießen (1. Liga) 95:97 n.V., Gewinn des Conti-Cups in Hannover durch Siege über die Erstligisten BG Ludwigsburg und TuS Herten.

Saisonverlauf

Dat.:Spiel:Ergeb.:?Pl.:Zus.:TaySkiKraHamKabGRJRPerGlöSchSmi
16.09.1995TBB-Wolf103:75S1.12502610150/91122640
24.09.1995Hann-TBB72:101S1.3001711223/7112325/
30.09.1995TBB-Pader93:59S1.1400221960/9121726/
03.10.1995Olden-TBB75:88S1.70031179///81229/
07.10.1995TBB-Joh.92:66S1.14502613162//620270
21.10.1995TBB-TuSLi106:81S1.143034/210/77206110
28.10.1995Gött-TBB76:85S1.15003198//6023/8/
18.11.1995TBB-Salzk86:80S1.15001614160/64300//
25.11.1995TBB-S0474:48S1.140061816//41612020
02.12.1995Düss-TBB62:80S1.300813142/911103100
09.12.1995Wolf-TBB78:97S1.4502625123/21413/2/
16.12.1995TBB-Hann102:79S1.18002313170/71816350
19.12.1995Pader-TBB69:97S1.600308123/41321240
13.01.1996TBB-Olden108:92S1.2000255234/21527052
17.01.1996Rist-TBB74:87S1.90032144//10611010/
20.01.1996Joh.-TBB83:111S1.9003314150/2301403/
27.01.1996TusLi-TBB84:94S1.40030148//11325/3/
03.02.1996TBB-Gött86:62S1.19002211141/052265/
10.02.1996Salzk.-TBB78:97S1.52024/148/81617280
17.02.1996TBB-Rist96:66S1.140024/1212031520280
24.02.1996S04-TBB86:99S1.40021/170/121433020
02.03.1996TBB-Düss101:78S1.15002412143/13418760
TaySkiKraHamKabGRJRPerGlöSchSmi
Punkte Normalrunde:531240305410131239426451232
Spiele:221822171202222192112
Punkte/ Spiel:2413142,406,611192,45,90,2
=> RelegationsrundeTaySkiKraHamKabGRJRPerGlöSchSmi
16.03.1996TBB-TuSLi89:58SR118002011105421210/132
22.03.1996BS-TBB78:88SR1155023821//0132/3/
24.03.1996TBB-Spey90:69SR11900272190/6723/6/
29.03.1996TBB-TVLich97:73SR119002811110/31225/7/
31.03.1996Lands-TBB70:71SR170020611//01816/0/
05.04.1996TuSLi-TBB84:82NR140021914//41216/6/
12.04.1996TBB-BS87:86SR12000231719//2020/6/
19.04.1996Spey-TBB72:94SR110001810106022121/42
21.04.1996TVLich-TBB71:94SR1350252294001314/34
27.04.1996TBB-Lands77:66SR12000181012103421/80
TaySkiKraHamKabGRJRPerGlöSchSmi
Punkte Relegationsrunde:223106136164221001980568
Spiele:101010641010100104
Punkte/ Spiel:2211142,712,21020-5,62
Punkte gesamt (NR+RR):7543464415741533396244517910
Spiele:322832235303232193116
Punkte/ Spiel:2412142,50,85,111202,45,80,6
Season high:3425231241330337134
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