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12.03.2017

Bonner Serie durch Ulmer Rekord gebrochen

Telekom Baskets Bonn – ratiopharm ulm 69:87 (19:24, 11:28, 20:20, 19:15)

Nach zuletzt wettbewerbsübergreifend neun Siegen in Serie haben die Telekom Baskets Bonn wieder eine Niederlage hinnehmen müssen. Vor 5.830 Zuschauern im Telekom Dome mussten sich die Rheinländer dem Team von ratiopharm ulm mit 69:87 (19:24, 11:28, 20:20, 19:15) geschlagen geben – damit stellten die Schwaben den Leverkusener Rekord von 25 Siegen in Folge aus der Saison 1969/1970 ein.

Filip Barovic war nach längerer Verletzungspause endlich wieder im Team und lieferte sich mit Ulms Raymar Morgan das eine oder andere Scharmützel. Foto: Jörn Wolter

Für Bonn geht es bereits am kommenden Mittwoch, den 15.3.2017, im FIBA Europe Cup weiter. Dann gastieren die Schützlinge von Trainer Predrag Krunic auswärts bei Ironi Nahariya – Tipoff ist um 18:30 Uhr deutscher Zeit. Das Viertelfinal-Hinspiel hatten die Baskets mit 89:68 für sich entschieden und legten damit den Grundstein für einen potenziellen Einzug ins Halbfinale.

Durch die Niederlage gegen Ulm hat der Bonner Lauf ein Ende gefunden. Die zuvor neun Siege in Folge stellten die längste wettbewerbsübergreifende Serie seit der Saison 2000/2001 dar – damals gelangen den Magentafarbenen elf Erfolge am Stück.

 

Das Spiel

Die Baskets mussten gegen den Tabellenführer ohne Johannes Richter auflaufen (Rückenprobleme), dafür stand nach nach längerer Zeit endlich wieder Filip Barovic auf dem Meldebogen. Pech für Jamarr Sanders, der durch den Einsatz Barovic´diesmal nicht mitspielen konnte.

Im fast ausverkauften Telekom Dome entwickelte sich von der ersten Minute an eine intensiv geführte Partie, in der sich beide Teams nichts schenkten. Besonders Ryan Thompson kam gut aus den Startblöcken und war nach sechs gespielten Minuten mit neun Zählern maßgeblich an der frühen 11:9 Führung beteiligt. Auf der Gegenseite waren es die Ulmer Dreierschützen um Chris Babb und Karsten Tadda die immer wieder hochprozentig von jenseits der 6,75 Meter Marke abschlossen.

Frisch eingewechselt trug sich auch Florian Koch in die Statistik ein und hielt das Spiel mit seinem Distanztreffer weiterhin offen (19:21, 9. Minute). Doch die Antwort folgte durch Babb auf dem Fuß, der seinen zweiten Dreier zum 19:24 Viertelergebnis einnetze.

Koch war es auch, der das zweite Viertel mit einem Mitteldistanzwurf eröffnete. Ansonsten entwickelte sich der zweite Abschnitt für die Baskets zu einer mittleren Katastrophe, von der sich das Team im gesamten weiteren Spiel nicht mehr erholen sollte. Ratiopharm Ulm schien jetzt seinen Kontrahenten stets einen Schritt voraus zu sein – mental als auch körperlich. Mit einem 7:0 Lauf bauten die Gäste ihre Führung auf 23:36 aus, was eine Auszeit von Predrag Krunic nach sich zog. (14. Minute). Außer Ryan Thompson hatte zu diesem Zeitpunkt kein Bonner Spieler seine Normalform erreicht. Auch Josh Mayo war noch immer auf der Suche nach einem Erfolgserlebnis vom Perimeter.

Allerdings schaffte es auch Krunics taktische Instruktionen nicht, den Ulmer Spielfluss zu stören. Unbeirrt, und weiterhin ungemein effektiv, setzten die Baden-Württemberger ihren Lauf fort und gingen sogar durch acht aufeinanderfolgende Punkte von Braydon Hobbs mit zwanzig Zählern in Front (30:50, 19. Minute), ehe Raymar Morgan den Pausenstand von 30:52 herstellte.

Nach dem Seitenwechsel bot sich den 5.830 Zuschauern ein ähnliches Bild. Zwar konnte den Hausherren weder Wille noch Einsatz abgesprochen werden, dennoch bemühte sich die Mannschaft von Predrag Krunic meist vergeblich gegen die defensiv gut eingestellten Gäste, sodass der Rückstand nach 25 Minuten sogar auf 28 Punkte kletterte (34:62). Ein Tip-Dunk von Thompson und Mayos erstem und einzigen erfolgreichen Dreipunktewurf später betrug Ulms Vorsprung „nur“ noch 20 Zähler, bevor es beim Stand von 50:72 ins Schlussviertel ging.

Dort verwaltete der ungeschlagene Tabellenführer die Führung weitestgehend, ohne Gefahr zu laufen, die Kontrolle über das Spiel zu verlieren. Die Einwechslung von Filip Barovic und Florian Koch brachte noch einmal frischen Wind in die Bonner Offensive, die sich trotz des hohen Defizits nicht aufgaben. Das merkten auch die Fans in der Halle, die ihr Team trotz des hohen Rückstands nicht alleine ließen und jede gelungene Aktion mit viel Beifall belohnten. Auch Yorman Polas Bartolo nahm nicht den Fuß vom Gas und wurde prompt von Da‘Sean Butler unsanft gefoult, was die Unparteiischen als „unsportlich“ auslegten.

Der Deutsch-Kubaner nutzte die fälligen Freiwürfe und Koch im anschließenden Ballbesitz einen Korbleger, um den Abstand wieder etwas moderater zu gestalten (63:79. 26. Minute). Trotzdem: das Momentum lag nie auf Bonner Seite, sodass ratiopharm Ulm letztlich verdient mit einem 69:87 Auswärtssieg und einem eingestellten Liga-Rekord im Gepäck die Heimreise antreten konnte.

In den letzten zwei Spielminuten durften dann noch die Youngsters Valentin Blass und Alex Möller Bundesliga-Praxis sammeln, während Ulm seinen Nachwuchskräften Joshka Ferner, Till Pape und David Krämer Spielzeit einräumte. 

 

Stimmen zum Spiel

Predrag Krunic (Trainer Telekom Baskets Bonn):

„Die ersten Minuten liefen sehr gut, da wir hatten die richtige Konzentration. Besonders im zweiten Viertel war unsere Defense nicht mehr auf dem gleichen Level wie zu Spielbeginn. Ulm spielt sehr guten Basketball, sie sind offensive sehr stark, deswegen haben wir auch nur schwer zurück in die Partie gefunden. Wir waren nicht aggressiv und physisch genug, um gegen die Offense der Ulmer anzukommen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann zwar ordentlich gekämpft, die Fans haben uns dabei auch fantastisch unterstützt, aber insgesamt hat unsererseits einfach die Kraft gefehlt, um Ulm zu schlagen.“

Thorsten Leibenath (Trainer ratiopharm ulm):

„Bonn ist mit neun Siegen in Folge auf keinen Fall zu unterschätzen gewesen, zumal insgesamt erst zwei Mannschaften hier im Telekom Dome gewinnen konnten. Wir hatten die richtige Einstellung und die richtige Intensität. Wir sind sehr konzentriert in die Partie gestartet, haben weniger Flüchtigkeitsfehler im Angriff gemacht und über unsere Defense besonders im zweiten Viertel die Partie bestimmt – da haben wir auf Seiten Bonns kaum noch was zugelassen und haben uns offensiv gute Würfe erarbeitet. In der zweiten Halbzeit konnten wir nicht mehr so viele Akzente setzen, wie wir es noch in der ersten Halbzeit getan haben. Es kam jedoch zu keinem Zeitpunkt das Gefühl auf, Bonn könnte zurück ins Spiel kommen.“

Karsten Tadda (#9 ratiopharm ulm):

„Wir wussten, dass Bonn momentan einen guten Lauf hat und bisher eine gute Saison spielt. Es war klar, dass es hart wird, umso mehr haben wir probiert eine konzentrierte Verteidigung aufs Feld zu bringen. In der zweiten Halbzeit haben wir uns dann zu sehr auf unserer Führung ausgeruht. Wir wurden etwas unsauberer , konnten den Vorsprung jedoch über den Rest des Spieles halten. Der Rekord ist ein i-Tüpfelchen, was man so nebenbei mitnimmt, aber wir sind eine Mannschaft die von Spiel zu Spiel denkt und solche Rekorde hat man dann meist weniger im Kopf. Es ist schön in der Mannschaft zu sein, welche diesen eingestellt hat, aber da können wir uns aktuell erstmal nichts von kaufen.“


Punkteverteilung

Telekom Baskets Bonn:

Silins (2), Barovic (3, 7 Rebounds), Thompson (20), Gamble (6), DiLeo (6, 4 Assists), Koch (7/1 Dreier), Polas Bartolo (14), Mayo (8/1), Horton (3/1), Möller (0), Blass (0)

ratiopharm ulm:

Babb (17/3), Butler (6/1), Hobbs (12/2), Braun (8), Morgan (19/1, 9 Rebounds), Rubit (16), Günther (0), Tadda (6/2), Wohlfarth-Bottermann (2), Ferner (1), Pape (0), Krämer (0)


Bilanz

Telekom Baskets Bonn – ratiopharm ulm

Siege: 28
Niederlagen: 20
in Bonn: 16 Siege, 10 Niederlagen
in Ulm: 12 Siege, 10 Niederlagen

 

 

 

 

 



 

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