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11.11.2016

1. Regio: Duell der Tabellennachbarn

Telekom Baskets Bonn 2 trifft auf BBG Herford

Am 10. Spieltag der 1. Regionalliga müssen die Baskets am Samstag (12.11.16, 19:30 Uhr) beim Tabellennachbarn Herford antreten. Auswärts erwartet die Bonner ein Duell auf Augenhöhe.

Lotola Otshumbe und die Telekom Baskets Bonn 2 wollen auswärts punkten und so wieder zur oberen Tabellenhälfte aufschließen. (Foto: Jörg Mäß)

Die Rahmenbedingungen lesen sich wie folgt: Der neuntplatzierte Bonn trifft auf den achtplatzierten Herford. Beide Teams haben bis jetzt vier Siege auf dem Konto. Herford hat jedoch noch ein Nachholspiel auf dem Spielplan stehen: Am vorletzten Spieltag waren die Grevenbroich Elephants zu Gast in der Sporthalle des Herforder Friedrich Gymnasiums, um in der Regionalliga einen Sieger auszuspielen.

Leider brach beim Aufwärmen das Plexiglas-Brett der Korbanlage, was die Durchführung des Spiels gefährdete. Da ein Fünf-gegen-Fünf auf einen Korb und nach Streetball-Regeln (nach dem Rebound muss der Ball hinter die Dreierlinie gepasst werden) nicht in den offiziellen Regionalliga-Regularien niedergeschrieben steht, musste kurzerhand ein neues Backboard her. Die BBG Herford hatte auch direkt ein Ersatz-Brett zur Hand, durfte dies jedoch aufgrund Sicherheitsbedenken der Stadt nicht anbringen, wodurch nicht nur die Zuschauer um eine Partie Basketball, sondern auch die Gastgeber durch eine daraus automatisch resultierende Niederlage um Liga-Punkte beraubt wurde. Nun wurde jedoch bekannt gegeben, dass das Spiel am 20. November neu angesetzt wird und die vorherige Spielwertung gegen Herford aufgehoben wurde.

Da beide Mannschaften nur ein zusätzliches Spiel voneinander trennt, lohnt sich der Blick auf die Statistiken, um zu schauen, ob die Teams wirklich so nah beieinanderliegen – und tatsächlich: In Punkten, Rebounds, Ballverlusten und Steals unterscheiden sich die Teams nur minimal, sodass dort kein Vorteil oder Nachteil für eines der Teams zu erkennen ist. Auch die Wurfquoten unterscheiden sich mit 44,7 % (Bonn) und 47,5% (Herford) nicht allzu sehr.

Der größte Unterschied ist jedoch zu erkennen, wenn die jeweiligen Wurfquoten heruntergebrochen werden. Denn während Herford lediglich 27% seiner Dreier trifft, sind die Baskets mit 38% weitaus erfolgreicher aus der Distanz. Doch Thomas Adelt, Trainer der 2. Herren, relativiert diesen Wert: „Die Dreierschwäche Herfords ist trügerisch. In ihren Heimspielen können sie schnell von außen heiß laufen.“ 

Doch wenn die Dreier-Ausbeute statistisch eher mau ausfällt, die Treffsicherheit aus dem Zweipunktebereich kann sich sehen lassen: Knapp 57% ihrer Zweier verwandeln die Herforder. Großen Anteil daran hat Guillermo de la Puente. Der 1,98 Meter große Innenspieler ist ein Wühler in der Zone und trifft gut 60% seiner Nah- und Mitteldistanzwürfe. Zusätzlich schnappt sich der Spanier 12,4 Bretter im Schnitt und erzielt somit, über die Saison gesehen, ein Double-Double aus Punkten und Rebounds.

„Herford ist ein gut gecoachtes Team, mit guten europäischen Spielern“, zollt Adelt seinem Gegner Respekt. Ihm gegenüberstehen wird Markus Röwenstrunk, der seit letzter Saison das Traineramt in Herford bekleidet. Adelt und Röwenstrunk kennen sich gut und haben zusammen die B-Lizenz-Ausbildung erfolgreich absolviert.

Trotz allem lag das Hauptaugenmerk im Training auf dem eigenen Kader. Nach der ärgerlichen Double-Overtime-Niederlage gegen Schwelm galt es, die eigenen Fehler zu analysieren. Dabei dauerte es eine gewisse Zeit, bis der entglittene Sieg verarbeitet wurde. Für Adelt ein positives Zeichen: „Die Spieler haben nach dem Spiel schon etwas länger mit den eigenen Fehlern gehadert. Aber es wäre kein gutes Zeichen für ehrgeizige Sportler, wenn sie die Niederlage direkt weggesteckt und akzeptiert hätten.“ Stattdessen sei das Spiel sehr konstruktiv besprochen und aufgearbeitet worden, so Adelt weiter.

Die Fahrt nach Herford wird die 2. Herren geschwächt antreten. Gleich mehrere Spieler hatten unter der Woche mit Erkältungen zu kämpfen. Karl Dia, Robert Gan und Luca Mertz werden voraussichtlich ganz ausfallen.


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