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6.000 feiern im Telekom Dome

11.6.2008: Baskets besiegen Alba Berlin 81:71 - Perfekte Premiere in neuer Halle

Perfekte Premiere für die Telekom Baskets in der neuen eigenen Halle. Im zweiten Spiel der Finalserie um die Deutsche Basketballmeisterschaft 2008 wurde Alba Berlin vor 6.000 begeisterten Zuschauern im ausverkauften Telekom Dome mit 81:71 (24:13, 21:24, 16:11, 20:23) besiegt. In der Serie Best-of-Five steht es jetzt nach zwei Spielen 1:1.

Überzeugte einmal mehr mit 17 Punkten und fünf Assists: Miah Davis (Foto: Jörn Wolter)

Der 11. Juni 2008 wird sich als einer der ganz großen Baskets-Momente in das Fangedächtnis einbrennen, denn schöner hätte die Premiere der lang ersehnten eigenen Basketballhalle nicht ablaufen können. Ein Finale um die Deutsche Meisterschaft, Alba Berlin als Gegner und dann noch ein großartig erkämpfter Sieg. Die Bonner Fanseele wurde selten derart heftig gestreichelt.

Trotz der neuen Halle ändern sich manche Dinge nicht. So bleibt der Hardtberg auch nach dem Auszug aus der Hardtberghalle ein schwieriges Pflaster für Alba Berlin. Das Team von Coach Luka Pavicevic kam von der ersten Minute an gegen ungemein intensiv aufspielende Bonner nicht zurecht. Winsome Frazier machte nach 14 Sekunden den ersten Korbleger im Telekom Dome. Berlins Immanuel McElroy, der wegen einer nicht geahndeten Tätlichkeit gegen Artur Kolodziejski in Spiel eins der Serie von den Fans gnadenlos ausgepfiffen wurde, konnte zwar im Gegenzug per Dreier die erste Führung für Berlin erzielen (2:3), doch 39 Sekunden nach Spielbeginn sollte dies auch schon der einzige Moment im ganzen Spiel, in dem Alba die Nase vorn hatte.

Angetrieben durch die unglaubliche Atmosphäre im neuen Basketstempel drückten die Jungs von Coach Michael Koch auch ohne den verletzten Center John Bowler dem Spiel ihren Stempel auf. Vor allem Ronald Burrell, der in den Play-Offs zunächst keine allzu große Rolle spielte und im Halbfinale gegen Frankfurt zwei Spiele wegen einer Schulterverletzung aussetzten musste, zeigte sich nun von seiner besten Seite. Mit 17 Punkten bis zur Halbzeit hatte der Bonner Powerforward einen großen Anteil an der 45:37-Führung beim Seitenwechsel.

Doch auch wenn Burrell als Scorer herausragte - erneut war es die geschlossene Teamleistung, die den Erfolg der Baskets möglich machte. Insbesondere in der Defense lief es jetzt besser als noch bei Spiel eins. Aleksandar Nadjfeji, vor drei Tagen noch der Berliner Schlüssel zum Sieg, wurde gute kontrolliert und kam nur auf insgesamt sechs Punkte. Wären da nicht fünf erfolgreiche Dreier von Bobby Brown in Halbzeit eins gewesen, Berlin hätte schon nach 20 Minuten große Probleme gehabt. So aber ließen sich die Albatrosse nie ganz abschütteln.

Trotz eines entfesselnd aufspielenden Bobby Brown, ließen sich die Baskets nicht aus ihrem Konzept bringen. Allen Spielern merkte man an, dass sie bei der Premiere im Telekom Dome bis über die Haarspitzen motiviert waren. Alba lief dem Spiel die meiste Zeit nur hinterher. Immer hatte Bonn die richtige Antwort. Auch in der 24. Spielminute, als ein Not-Hakenwurf von Eddie Basden mit Ablauf der 24-Sekunden-Uhr aus über zehn Meter Entfernung den Korb traf. Der Telekom Dome stand Kopf und die Baskets führten mit 14 Punkten (53:39).

Nur 20 Sekunden später dann jedoch die größte Bonner Schrecksekunde. Pointguard Miah Davis lag nach einem Zusammenstoß mit Berlins Patrick Femerling benommen am Boden und musste von Feld geführt werden. Minuten später kam jedoch die Entwarnung von der Bonner Bank und Davis konnte das Spiel fortsetzen. Der nur 1,83 Meter große Bonner Aufbauspieler war es dann auch, der knapp zwei Minuten vor dem Ende mit einem frechen Dreier zum 78:67 die Baskets endgültig auf die Siegerstraße brachte. Alba Berlin hatte dem imponierenden Auftritt Bonns auch in der Schlussphase nichts mehr entgegenzusetzen.

Nach dem Erfolg der Baskets in Spiel zwei der Serie, steht es nun 1:1. Schon am kommenden Sonntag treffen beide Teams erneut aufeinander. Dann wieder in der Berliner Max-Schmeling-Halle (15.06.08, 15.00 Uhr). Der Gewinner dieses Spiels wird am Dienstag, 17.06.08, um 20:15 Uhr im Telekom Dome Matchball haben.

Baskets-Coach Mike Koch: "Ich bin platt und frage mich: Was soll jetzt noch kommen? Wir sind mit vielen Unwägbarkeiten in die Saison gestartet und Siebter geworden. Jetzt haben wir einen ganz tollen Lauf. Die neue Halle ist super, doch mir wird jetzt ein wenig bange: (lacht) nächste Saison trainiere ich woanders, denn hier ist kaum noch eine Steigerung möglich. Wir spielen Basketball mit viel Herz und Kampf und können nur als Kollektiv glänzen. Ich freue mich auf das was jetzt noch kommt."

ALBA-Coach Luka Pavicevic: "Ich möchte Bonn zu zwei Dingen gratulieren: Erstens zu einem wichtigen und verdienten Sieg, denn Bonn hat viel aggressiver und zielstrebiger gespielt als wir. Wir sind die ganze Zeit nur hinterher gerannt. Weiterhin möchte ich allen Bonnern zu dieser tollen Halle gratulieren: Wir sind stolz darauf bei dieser Premiere dabei gewesen zu sein. Mit dieser Halle wird Bonn stets eine Spitzenrolle in der Liga spielen. Wir werden einiges drauf legen müssen, um hier zu gewinnen. Jetzt konzentrieren wir uns aber erst einmal auf das nächste Spiel zuhause am Sonntag."


(Quelle: Baskets-Archiv)


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