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Noch Tage bis zum Saisonstart 2018/19

Dreier-Shootout geht an Bamberg

Playoffs: Brose Baskets - Telekom Baskets Bonn 102:92 (24:19, 27:26, 24:18, 27:29)

Die Telekom Baskets Bonn haben liegen in der Viertelfinalserie gegen Meister Brose Baskets mit 1:2 zurück. In einer von vielen Dreiern auf beiden Seiten geprägten Begegnung mussten sich die Rheinländer trotz einer hervorragenden Teamleistung mit 92:102 (19:24, 26:27, 18:24, 29:27) geschlagen geben.

 

 

Die Telekom Baskets Bonn versenkten insgesamt 13 ihrer 24 Dreierversuche (54 Prozent), Bamberg kam sogar auf sagenhafte 15 Distanztreffer bei 20 Würfen (75 Prozent). So reichten am Ende auch 92 Punkte in der sog. „Frankenhölle“ nicht aus, um den wichtigen Sieg zum 2:1 einzufahren. Über vier Jahre lang hatte kein deutsches Team mehr eine derart hohe Punkteausbeute in Bamberg erzielt.

 

Die vierte Partie der „Best-of-five“-Serie findet am kommenden Dienstag, den 15.5.2012, um 19:00 Uhr im Bonner Telekom statt. Für die Baskets ist es bereits ein Endspiel, denn eine Niederlage würde das Saisonende bedeuten.

 

Alles neu macht der Mai ... oder in diesem Falle das dritte Beko BBL-Playoff-Spiel zwischen den Telekom Baskets Bonn und den Brose Baskets aus Bamberg. Michael Koch hatte vor der Partie seine Startaufstellung geändert und schickte mit Jared Jordan (1,88m), Talor Battle (1,83m), Benas Veikalas (1,92m), Simonas Serapinas (1,97m) und Tony Gaffney (2,06m) eine verhältnismäßig kleine Formation aufs Feld. Dies bedeutete zwar, dass jeder Bonner - mit Ausnahme von Serapinas, der es auf der Position Vier mit PJ Tucker (1,96m) zu tun bekam - entweder kleiner oder gleich groß wie sein direkter Gegenspieler war. Bamberg ließ sich davon zunächst nicht aus der Fassung bringen und legte, wie schon in den ersten beiden Aufeinandertreffen, einen Blitzstart hin (7:0, 7:0, 3. Minute). Die Telekom Baskets konterten aus der Distanz in Form von zwei Dreiern durch Benas Veikalas und waren schnell auf Schlagdistanz heran (12:8, 5. Minute). Viel näher sollten die Gäste allerdings nicht herankommen, da der Meister offensiv enorm hochprozentig verwandelte und so seine Führung verteidigte (24:19, 10. Minute).

 

Bonn stellte zu Beginn des zweiten Viertels auf Zonenverteidigung um - in der Hoffnung, die Brose-Angriffsmaschinerie damit stoppen zu können. Die Rechnung schlug jedoch fehl. In den ersten zweieinhalb Minuten nach Wiederbeginn versenkten die Franken gleich vier Dreier - ohne Fehlwurf - und setzten sich erstmals zweistellig ab (36:21, 13. Minute). Die Bamberger Quote aus der Distanz sollte bis zur Pause unglaubliche 80 Prozent (8/10) betragen. Da Bonn vor dem Gang in die Kabine allerdings auch einen Dreierpack von „Downtown“ auflegte und nie die Moral verlor, schrumpfte der Rückstand auf ein erträgliches Maß zurück (51:45, 20. Minute).

 

Nach dem Seitenwechsel sah es zunächst so aus, als sollte das Bamberger Zielwasser weiter wirken, wirken und wirken. Anton Gavel sowie Predrag Suput vollstreckten von jenseits der 6,75 Meter-Linie und schraubten die Quote der Hausherren damit weiter in die Höhe (10/12 Dreier, 83,3 Prozent). Auch wenn die Telekom Baskets dies mit gleicher Münze - Serapinas, Veikalas und Gaffney sorgten für den nächsten „Dreierpack“ - zurückzahlten, so wollte

 

der Rückstand einfach nicht kleiner werden. Einer hohen Trefferquote aus der Distanz (10/17, 59 Prozent) standen Ende des dritten Viertels nämlich leider auch bereits Baskets-untypische elf Ballverluste gegenüber (75:63, 30. Minute).

 

Bonn warf noch einmal alles in die Waagschale. Ein Dreier - wie hätte es an diesem Abend auch anders sein können - von Tony Gaffney sorgte im Lager der Baskets sowie deren mit zwei Bussen aus der Heimat angereisten Fans für Hoffnung (78:69, 32. Minute). Bamberg konterte zunächst in meisterlicher Manier, wurde dann allerdings von einer Ganzfeldpresse kurzzeitig auf dem falschen Fuß erwischt. Coach Fleming bat seine Schützlinge zur Auszeit an die Seitenlinie und schickte diese nach taktischer Feinjustierung mit deutlich verbessertem Passspiel zurück aufs Feld. Bamberg geriet wieder auf Kurs, was der Moral und den Einsatzwillen der Gäste jedoch keinen Abbruch tat. Am Ausgang des Spiels war allerdings nichts mehr zu ändern, dafür präsentierten sich die Franken in der Schlussphase zu abgeklärt.

 

 

Die Viertelfinal-Termine in der Übersicht:

 

Spiel 1: Brose Baskets - Telekom Baskets Bonn 74:75

Spiel 2: Telekom Baskets Bonn - Brose Baskets 53:67

Spiel 3: Brose Baskets - Telekom Baskets Bonn 102:92

Spiel 4: Dienstag, 15.5.2012, 19:00 Uhr: Telekom Baskets Bonn - Brose Baskets (Live auf Radio Bonn/Rhein-Sieg)

Spiel 5: Donnerstag, 17.5.2012 *

(*falls nötig)

 

 

Michael Koch (Trainer Telekom Baskets Bonn):

 

„Glückwunsch an Bamberg zu einem tollen Spiel und einem verdienten Sieg. Die Spiele 1 und 2 waren enorm von der Defense geprägt, heute haben beide Mannschaften ihr offensives Potenzial abgerufen. Es war ein Spiel, wie wir es uns überhaupt nicht gewünscht haben, da Bamberg bei vollem Lauf kaum zu stoppen ist. Ich muss meiner Mannschaft ein großes Lob aussprechen, da sie sich nach hohem Rückstand zurückgekämpft hat. Aufgrund der kurzen Rotation ist uns am Ende leider die Luft ausgegangen, um Bambergs Angriffskraft Einhalt zu gewähren.“

 

Chris Fleming (Trainer Brose Baskets):

 

„Unsere Bank hat sich nach dem bescheidenen Spiel 1 erholt. Man muss Bonn für die gezeigte Leistung loben, denn wir konnten uns nach dem hohen Vorsprung nicht ausruhen und haben es in dieser Phase verpasst, die Tür zuzumachen. Unsere hohe Quote bei den Würfen kommt sicherlich daher, dass wir den Ball wieder mehr gepasst haben und so die Schüsse hatten, die wir wollten.“

 

 

Telekom Baskets Bonn:

 

Serapinas (19/4 Dreier), Ensminger (16), Veikalas (21/5), Mangold (1), Thülig (0), Jordan (6, 12 Assists), Hain (dnp), Koch (dnp), Gaffney (22/4), Battle (7), Wohlfarth-Bottermann (0)

 

Brose Baskets:

 

Suput (12/3), Tadda (10/2), Richter (dnp), Jenkins (17/3), Schmidt (1), Neumann (dnp), Pleiß (18), Roberts (9/1), Jacobsen (3/1), Tucker (18/2), Gavel (14/3), Slaughter (0)

 

 

 

Das nächste Heimspiel der Telekom Baskets Bonn

 

Beko BBL Viertelfinale Spiel 4:

 

Di. 15. Mai 2012, 19:00 Uhr – Telekom Dome

Telekom Baskets Bonn vs. Brose Baskets

 

Tickets gibt es an allen Eventim-Vorverkaufsstellen in Bonn, der Region und ganz Deutschland, per Telefon über die Ticket Hotline 01805 – 992219 (0,14 €/Min. aus d. dt. Festnetz. Mobil ggf. abweichend!) und rund um die Uhr im Baskets-Online-Ticketshop über das Internet:


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