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Sander spricht von „grundsätzlichem Problem“

Bonner Rundschau 04.11.03

BONN. Im Investorenauswahlverfahren zum Bau der Basketshalle wird die Stadtverwaltung ihre Gespräche mit zwei Investoren fortsetzen. In der Frage der umstrittenen Zentrenschädlichkeit ist zur Zeit aber kein Ausweg erkennbar. Das bedeutet, dass das vom Basketball-Bundesligisten Telekom Baskets favorisierte Konzept mit der Ansiedlung eines Mediamarktes nicht umsetzbar ist. Dagegen signalisiert die Bezirksregierung in Köln Gesprächsbereitschaft in der Frage, ob Teile des Projektes aus Erlösen der Entwicklungsmaßnahme finanziert werden können.

Die Verwaltung kündigt an, die Verhandlungen mit den Baskets zu intensivieren, teilte der Co-Dezernent für Wirtschaftsförderung, Guido Kahlen, nach der jüngsten Projektbeiratssitzung mit. 24 Unternehmen haben die Ausschreibungsunterlagen angefordert. Drei Angebote gingen ein. Zwei waren so ausgereift, dass eine Fortsetzung der Gespräche aus Sicht der Wirtschaftsförderung sinnvoll ist. Die beiden Angebote reichen aber nicht aus, das Hallenprojekt finanziell zu sichern.

 

Die Position der Bezirksregierung bleibt in der Frage nach dem Mediamarkt-Konzept unverändert. Für die Warensegmente eines Mediamarktes dürfe dem Zentrum keine Entwicklungschance genommen werden. Darum sei das Projekt im Hardtberg nicht genehmigungsfähig. Auch Einwände, es gäbe ausreichend Baumärkte und neue würden die wirtschaftliche Bestandsfähigkeit der vorhandenen Märkte schwächen, änderten nichts an der Interpretation der Aufsichtsbehörde, die durch Rechtsvorschriften des Landes gebunden ist.

 

Stadtkämmerer Dr. Ludger Sander sprach sich gegen die Einschätzung der Bezirksregierung und für eine Gesamtbetrachtung der zu lösenden Aufgabe aus. „Es ist ein grundsätzliches Problem, dass Verwaltungungen dazu neigen, einzelne Verfahren nur separat zu beurteilen.“ Baumärkte sollen auf dem Hardtberg möglich sein, obwohl es davon bereits genug gäbe und der Markt mehr als gesättigt sei. Ein Mediamarkt werde dagegen an dieser Stelle nicht genehmigt, obwohl er in Bonn bisher fehle. Auf diese Weise würden prosperierende Vorhaben gebremst und wirtschaftlich positive Entwicklungen gefährdet.


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