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Mike Koch: „Das war kein schöner Abend für den Basketball“ Telekom Baskets siegen nach Eklat in der 13. Spielmute im zweiten Viertelfinalspiel der Play-Offs gegen GHP Bamberg 75:64 und gleichen Serie aus – 27 Minuten spielen fünf Bonner gegen vier Bamberger – 14 Spieler disqualifiziert tbb, 04.05.2006
PlayByPlay Verlaufsgrafik Presse Fotos I Fotos II Im zweiten Play-Off-Viertelfinalspiel gegen den GHP Bamberg konnten die Telekom Baskets ihren ersten Sieg einfahren. Durch den 75:64-Erfolg (14:17, 16:28, 20:7, 25:12) über den Deutschen Meister steht es jetzt in der Serie „Best-of-five“ 1:1. Damit ist klar, dass am Dienstag, 9. Mai 2006, um 19:30 Uhr ein weiteres Heimspiel auf dem Hardtberg stattfinden wird. Dass die 3.500 Zuschauer in der ausverkauften Bonner Hardtberghalle dieses Spiel so schnell nicht wieder vergessen werden, liegt jedoch nicht am Ergebnis, sondern an den Ereignissen, die sich ab der 13. Spielminute zugetragen hatten.
Das Quartett aus Oberfranken nutzte die Verwirrung bei den Baskets konsequent aus und baute den ursprünglichen Acht-Punkte-Vorsprung bis eine Minute vor der Halbzeit auf 17 Punkte aus (26:43) und auch der Pausenstand von 30:45 sah wenig freundlich für die Bonner Rumpftruppe aus. Doch Mike Koch musste in der Pause die richtigen Worte für seine Jungs gefunden haben, denn nach dem Seitenwechsel lief es weitaus besser für die Baskets. War das zweite Viertel noch mit 28:16 deutlich an Bamberg gegangen, dominierten im dritten Durchgang die Hausherren mit 20:7 eindeutig das Geschehen. Die Truppe hatte ihre Linie endlich gefunden und die Nervosität abgelegt. Immer wieder wurde Artur Kolodziejski gesucht, der mit insgesamt 24 Punkten entscheidend dazu beitrug, dass sein Team am Ende als Sieger vom Platz ging. Erstmals wieder in Führung gingen die Baskets allerdings erst zwei Minuten vor Ende des Spiels. Entsprechend ohrenbetäubend war der Jubel, als John Stark seinen Korbleger zum 62:61 verwandelte. Von da an war der Bann gebrochen und das Bonner Restteam konnte sich schnell weiter absetzen. Der Sieg war bereits in trockenen Tüchern, doch erneut kam Sekunden vor dem Ende Hektik ins Spiel. Aljaz Janza wurde rüde von Bambergs Chris Ensminger gefoult, der dafür sein fünftes Foul kassierte. Danach kommt es zum Gerangel mit Bonns Center Milos Paravinja, der sich mit einem Rempler revanchierte und prompt als Quittung die Disqualifikation erhielt. Doch damit immer noch nicht genug: Zwei Technische Fouls hintereinander zwingen auch Bambergs Coach Dirk Bauermann, die Halle zu verlassen. Das Ende eines außergewöhnlichen Basketballspiels. Durch den 75:64-Sieg der Baskets über GHP Bamberg steht fest, dass die Hardtberghalle mindestens noch ein Play-Off-Spiel sehen wird. Am kommenden Dienstag, 9. Mai 2006, treffen die beiden Kontrahenten zum vierten Spiel der Serie erneut in Bonn aufeinander. Der Vorverkauf für diese Begegnung startet am Montag, 8. Mai 2006, um 9:00 Uhr an den Baskets-Vorverkaufsstellen von Bonnticket. Baskets-Präsident Wolfgang Wiedlich sagte nach dem denkwürdigen Abend: "Wir haben heute gesehen, wohin es führt, wenn ein solches Spiel in den ersten Minuten zu lässig gepfiffen wird. Wer wen wo abseits des Balles provoziert hat, werden wir heute abend nicht klären können, aber offenbar reichen dafür auch die drei Augenpaare der Referees nicht aus." Das einzig versöhnliche Zeichen hätten an diesem Abend die Fans gesetzt: "Nach dem Match haben sie den Spielern ein Vorbild gegeben, hatten ihre Emotionen voll im Griff und den Ernst der Lage im Bewusstsein. Bamberger und Bonner Fans haben sich danach weitgehend sachlich über die Vorkommnisse unterhalten." Baskets-Coach Michael Koch: „Es war sehr schwierig für uns 4 gegen 5 zu spielen. Die Zone war praktisch zu. Danach haben wir besser gepasst und die freien Würfe bekommen. Ein Lob für John Stark, er hat ein Riesenspiel gemacht. Zudem haben wir nie aufgegeben, aber es war kein schöner Abend für den Basketball.“ |
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